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Durchführungsverordnung aus dem Hause Spahn - von wegen Massentests!

Am 8. Juni forderte "Rote Fahne News": "Massentests ohne Wenn und Aber". Das wäre dringend geboten, um bei den gegenwärtigen Öffnungsmaßnahmen rechtzeitig das Entstehen von Hotspots zu erkennen und Wissenslücken über CoV2 zu schließen.

Von Dr. med. Günther Bittel
Durchführungsverordnung aus dem Hause Spahn - von wegen Massentests!

Die Entwicklung in Israel sollte Warnung genug sein. Nach der Öffnung von Schulen und Kitas mussten dort 130 Einrichtungen schon wieder wegen Corona-Fällen geschlossen werden. Und siehe da, bereits am Mittwoch verkündete das Bundesgesundheitsministerium: "Zukünftig können auch Personen auf das Coronavirus getestet werden, wenn sie keine Symptome aufweisen. Bezahlt werden die Tests von den gesetzlichen Krankenkassen. Auch umfassende Tests in Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten sind künftig möglich." In vielen Medien wurde es so dargestellt, dass jetzt also Massentests laufen.

 

Hatten Rote Fahne News sowie die Forderungen von vielen Elternvertretern, Erziehern, Lehrern und ihren Gewerkschaften ver.di und GEW Jens Spahn überzeugt? Leider kommt hier schon wieder eine gewaltige Mogelpackung zum Einsatz: Es bleibt den Gesundheitsämtern überlassen, wann und wo und wieviele Abstriche sie anordnen!

 

Nach der Durchführungsverordnung passiert das erst, wenn Infektionen festgestellt werden, also wenn schon wertvolle Zeit verloren ist und in der Regel ein Hotspot entstanden ist. Ausnahme ist die stationäre Aufnahme ins Krankenhaus, hier soll regelhaft ein Abstrich gemacht werden.

Ausschlaggebend: Stimme von Jens Spahn

Die Antikörpertests werden weiter boykottiert! Hier darf lediglich der IgG-Antikörper in der zweiten Krankheitswoche nach Auftreten von Symptomen bestimmt werden, zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung – alles andere sind weiterhin Selbstzahlerleistungen. Nimmt man ergänzend noch dazu, dass der Gemeinsame Bundesausschuss Ärzte-Krankenkassen die Vergütung für den PCR auf 37 Euro herabgestuft und auf fünfmal im Krankheitsfall limitiert hat, dann wird schnell klar, dass hier ein ziemlicher Hammer läuft.

 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte gegen diese Einschränkung gestimmt - die Krankenkassen dafür. Ausschlaggebend war wie immer bei solchen Patts die Stimme des Ausschussvorsitzenden - aus dem Hause Jens Spahn!

 

Die Forderung bleibt also und muss im Kampf gegen die Regierung durchgesetzt werden: Massentests ohne Wenn und Aber!