Live von der Lenin-Statue

Live von der Lenin-Statue

"Ein bisschen Kommunismus könnte uns hier nicht schaden"

"Ein bisschen Kommunismus könnte uns hier nicht schaden", so eine Anwohnerin, die sich heute in Ruhe die Lenin-Statue in Gelsenkirchen-Horst anschaute. Sprach's und warf eine Spende in die Dose. Auch die Lokalpresse kam vorbei, um sich über die Stimmung zu erkundigen.

Korrespondenz
"Ein bisschen Kommunismus könnte uns hier nicht schaden"
Eifrige Gespäche an der Statue (rf-foto)

"Mein Vater war Kommunist und hat immer probiert, mir diese Standpunkte zu vermitteln. Inzwischen ist er tot und ich möchte in seine Fußstapfen treten. Gerne mache ich bei euch mit ", so ein jüngerer Arbeiter aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke.

 

Zwei russische Migranten waren traurig, dass sie von der Statue erst heute aus der Presse erfahren haben. Sonst wären sie gestern schon zur Enthüllung gekommen. Jetzt haben sie eine Radtour aus Essen hierher gemacht und sich mit Lenin fotografieren lassen. Sie sind begeistert.

 

Ein Ehepaar aus Mülheim an der Ruhr bestellte ein Lenin-T-Shirt, und freute sich, als wir die Auslieferung für die nächste Woche versprachen.

 

Seit heute morgen war Lenin keine fünf Minuten allein hier. Ein Anwohner schlug vor, den Platz jetzt in Lenin-Platz umzubenennen. Demgegenüber sind negative Reaktionen die absolute Ausnahme. Zwei Besucher betonten zudem die künstlerische Ausführung der Statue. "Man kann zu Lenins stehen, wie man will, aber künstlerisch ist die Statue top.“ Selten haben wir an einem Sonntagvormittag so viel diskutiert.