Daimler

Daimler

Ein Kollege berichtet von der Diskussion in der Belegschaft

Nur einer meiner Kollegen hat sich hinter den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Michael Brecht gestellt, der eine Kaufprämie für alle Arten Autos fordert. Überwiegend herrscht Skepsis, aber auch noch Hoffnungen. Einer begrüßt die Prämie für E-Autos, sagt aber „dafür fehlt noch viel Infrastruktur. Ich würde mir gerne so ein Auto kaufen, kann es aber nicht.“

Von einem Korrespondenten

„Die Abwrackprämie macht keinen Sinn“, zweifelt ein anderer Kollege und ergänzt lachend: „Angeblich ging es ja 2008 darum die deutsche Wirtschaft anzukurbeln, und was macht mein Vater? Er hat sich ein Dacia gekauft“. Vor allem wurden damit keine Arbeitsplätze gesichert, sondern Profite. Und alle Automonopole haben die Mannschaft trotzdem reduziert, auch Dacia

 

Aus allen Propagandarohren wird die Kaufprämie aber mit der Arbeitsplatzfrage verknüpft. Kein Wunder, wenn manche Kolleginnen und Kollegen mit einer Autoprämie Hoffnungen verbinden, dass sie vielleicht Arbeitsplätze schützt. Momentan wird von oben alles für unsicher erklärt, weil die Märkte so einbrechen und kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei.

 

In Verbindung damit wird uns von Kämpfen abgeraten. So wie bereits die Metalltarifrunde kampflos beendet wurde. Aber die Kolleginnen und Kollegen spüren, dass das nicht mit einer (anderen) Autoprämie gelöst werden kann. Viele machen sich grundsätzliche Gedanken und wundern sich auch, wie so viel Steuergeld den Konzernen geschenkt wird und vor allem - wer soll das alles irgendwann bezahlen?