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Erfolgreiche Kundgebung „Afghan lives matter“

Am Samstag, 13. Juni, fand in Dortmund mit ca. 80 bis 90 ständigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine kämpferische Kundgebung von afghanischen Geflüchteten statt.

Korrespondenz
Erfolgreiche Kundgebung „Afghan lives matter“
Das macht das faschistische iranisch Regime mit afghanischen Asylbewerbern (foto: screenshot)

Die Kundgebung richtete sich gegen die faschistische Regierung im Iran, aber auch gegen die ständige Diskriminierung afghanischer Geflüchteter im Iran. Sie wurden unterstützt von afghanischer Community, Train of hope, REBELL, MLPD, den Flüchtlingspaten Dortmund e.V. sowie vom Internationalistischen Bündnis.

 

Der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte, war das jüngste Ereignis im Iran, bei dem ein Auto mit afghanischen Staatsbürgern von iranischen Polizisten beschossen und abgebrannt wurde. Die Insassen kamen ums Leben. (Rote Fahne News berichtete!).

 

Trotz des kurzfristigen Beschlusses zu einer Kundgebung unter Corona-Bedingungen waren zahlreiche Menschen anwesend. Viele Afghanen haben ihre Familien im Iran und demonstrierten unter dem Motto: „Es ist genug, wir wollen nicht länger schweigen, sondern den Widerstand organisieren! Rebellion ist gerechtfertigt!“ Nicht alle trauten sich jedoch teilzunehmen, aus Angst, dass ihren Familien etwas zustoßen könnte, oder dass sie ihre Familien nicht mehr besuchen können. Die Zusammensetzung der Kundgebung war international, auch Passanten reagierten positiv und aufgeschlossen.

 

Eine Gruppe von Straßenmusikern solidarisierte sich spontan mit antifaschistischen Liedern. In den Redebeiträgen von REBELL und MLPD wurde die Notwendigkeit hervorgehoben die antifaschistische Einheitsfront zu schmieden. Die Rednerin der MLPD betonte: „ Ich will aber auch sagen, dass ich der festen Überzeugung bin, das wir Hunger, Armut, Umweltzerstörung und Arbeitslosigkeit weltweit nur überwinden können, wenn der Kapitalismus überwunden und die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt errichtet werden. Dann werden die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund stehen.“