Gelsenkirchen

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Auch Lenin gegen Rassismus und Antisemitismus

Kürzlich rissen Demonstranten in Bristol die Statue eines Sklavenhändlers nieder und warfen sie in den Fluss. Recht so. Dazu passt die wachsende Diskussion über Lenin anlässlich der Aufstellung seiner Statue vor der Horster Mitte in Gelsenkirchen.

Jugendverband REBELL

Lenin war selbst ein Vorbild im Kampf gegen den Rassismus. Zur Zarenzeit gab es in Russland hunderte dokumentierte Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung. Schon damals nutzten die Herrschenden den Rassismus, um die wachsende Unzufriedenheit der Massen auf Minderheiten zu projizieren. Lenin schrieb:

 

„Nicht die Juden sind die Feinde der Werktätigen. Die Feinde der Arbeiter sind die Kapitalisten aller Länder. … Die Kapitalisten sind bemüht, zwischen den Arbeitern verschiedenen Glaubens, verschiedener Nation, verschiedener Rasse Feindschaft zu säen und zu schüren. … Schmach und Schande über den, der Feindschaft gegen die Juden, Hass gegen andere Nationen sät.“ Den Revolutionären der Bolschewiki schlossen sich zahlreiche Juden an.

 

Der berühmte afroamerikanische Sänger und Schauspieler Paul Robeson besuchte die sozialistische Sowjetunion 1934 und sagte: „Hier kann ich mich das erste Mal menschenwürdig bewegen." Zu dieser Zeit gab es in den USA noch die Rassentrennung. Während der McCarthy-Ära wurde ihm, wie vielen anderen Kulturschaffenden, die sich positiv zum Sozialismus positionierten, der Reisepass entzogen, und seine Platten verschwanden aus den Läden.

 

Die US-Regierung hatte Angst, dass ihre antikommunistische Stimmungsmache entlarvt wird und die Massen in den USA, vor allem die besonders unterdrückte schwarze Bevölkerung, sich ein Beispiel an der sozialistischen Sowjetunion nehmen.