USA

USA

Lenin und der US-amerikanische Kampf gegen Rassismus

Anfang der 1920er-Jahre befassten sich Lenin und der zweite wie auch der vierte Weltkongress der Kommunistischen Internationale ausführlich mit den Problemen der besonderen Unterdrückung farbiger beziehungsweise schwarzer Menschen und Arbeiter. Daraufhin hat sich die Kommunistische Partei der USA, als sie noch eine wirklich revolutionäre Partei war, zum Vorreiter im Kampf gegen den Rassismus gemacht. Besonders galt das in den 1920er- und 1930er-Jahren.

Von pw
Lenin und der US-amerikanische Kampf gegen Rassismus
Otto Huiswood (li.) und Claude McKay waren in der KP der USA Aktivisten gegen Rassismus - das Foto stammt von 1922 (foto: Washington Area Spark (CC BY 2.0))

So wandte sich der vierte Weltkongress nicht nur strikt gegen die Unterdrückung der Schwarzen und besonders der schwarzen Arbeiter. Er führte auch aus, dass „die Mithilfe unserer unterdrückten schwarzen Mitmenschen als absolut notwendig für die proletarische Revolution und die Zerstörung der kapitalistischen Macht“ anzusehen ist.¹

 

Die Kommunisten traten entschieden dafür ein, dass auch schwarze Arbeiter Miglieder in den Gewerkschaften werden dürfen. Sie organisierten 1930 große Arbeitslosendemonstrationen von schwarzen und weißen Arbeitern. Sie forderten gleiche Löhne für schwarze Arbeiter, volle Bürgerrechte und so weiter.

 

Es wurden Tanzabende organisiert, um weiße und schwarze Werktätige zusammenzubringen. Weltanschaulich wurde der „weiße Chauvinismus“ bekämpft. Bei gravierenden Fällen von rassistischen Einflüssen bei Parteimitgliedern gab es Parteistrafen bis zum Parteiausschluss. Unter Schwarzen wurde eine Erziehungsarbeit entwickelt, dass sie erkennen, dass für ihre Befreiung ein Kampf um nationale und soziale Befreiung notwendig ist. Oder, dass sie sich mit allen Arbeitern und Unterdrückten zusammenschließen müssen. Gezielt wurden schwarze Parteimitglieder gewonnen und gefördert – verbunden mit einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe in der Partei.

 

Manches hört sich für uns heute selbstverständlich an. In den USA der 1920er- und 1930er-Jahren war es für die meisten Menschen sensationell.