Nepal

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Proteste gegen das Regierungsmanagement zur Covid-19-Pandemie

Waren die Zahlen der Infizierten in Nepal lange mit unter 100 Fälle sehr gering, explodieren sie seit einigen Tagen und liegen heute bei knapp 5700 Fällen.

Korrespondenz
Proteste gegen das Regierungsmanagement zur Covid-19-Pandemie
Bild vom Protest (foto:screenshot)

Die Infektionsfälle sind in fast allen 75 Distrikten verteilt. In Nepal gibt es seit Mitte März (74 Tagen) eine umfassende Ausgangssperre, die immer noch anhält. Seit Mitte letzter Woche entwickeln sich in verschiedenen Städten vor allem Jugendproteste gegen das Krisenmanagement der Regierung. Am Samstag versammelten sich erneut 500 Jugendliche in Kathmandu.

 

Wichtige Forderungen sind: Die Quarantänebedingungen zu verbessern, den Einsatz von Polymerase-Kettenreaktionstests auszuweiten und den Bericht über die Covid-19-Ausgaben zu veröffentlichen. Die Kathmandu Post berichtet: „Die Regierung hat behauptet, bisher 10 Milliarden Rupien für die Reaktion und Vorbereitung auf Covid-19 ausgegeben zu haben, aber sie hat sich kategorisch geweigert, die Einzelheiten der Ausgaben bekannt zu geben.“

 

Auch wenn diese Demonstration friedlich verlaufen ist, wurden zehn Teilnehmer von der Polizei verhaftet. Bei Demonstrationen der letzten Tage setzte die Polizei auch Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Die Jugendlichen betonen, dass sie mit keiner Partei verbunden sind. Jedoch rufen verschiedene kleine Parteien, dazu auf, den Protest zu unterstützen. Es sind Parteien, die von sich behaupten, eine alternative Partei zum Nepalesischen Kongresses und der Nepalesischen Kommunistischen Partei zu sein.