Gelsenkirchen

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Rotfüchse schreiben an Gianna und Tanjanica Floyd

Nach der mutigen Rede der sechsjährigen Gianna, die zur Ermordung ihres Daddys George Floyd und zu der weltumspannenden Protestwelle, sagte: „Daddy verändert die Welt“ rief die Leitung der Kinderorganisation ROTFÜCHSE dazu auf, dass die Kinder Briefe an Gianna schreiben.

Korrespondenz

Der Kontakt zu unseren Rotfüchsen war während der Corona-Pandemie schwierig. Nun besuchen wir sie der Reihe nach zu Hause. So klingelten wir auch bei einer syrischen Familie mit drei Kindern. Wir alle freuten uns, dass wir uns endlich wieder sahen. Wir hatten uns wechselseitig vermisst.

 

Wir schlugen den beiden Jungs, die uns an der Tür begrüßten, vor, dass wir uns in den Hof setzen. Gemeinsam lasen wir dann den Brief der Rotfuchsleitung. Da mussten schon einige Begriffe erklärt werden: Was ist Rassismus? Was ist Faschismus? Was ist Solidarität?

 

Nachdem wir dann den Brief durchgelesen und alle Fragen geklärt hatten, fragte ich: „Und, was meint ihr dazu?“ Im Brustton der Überzeugung sagte der ältere der beiden Jungs: „Scheiße!“ Ich fragte leicht verdattert: „Was denn?“ „Na, Rassismus!“, war die klare Antwort.

 

In der Zwischenzeit war auch noch die große Schwester dazugekommen. Alle drei waren dafür das sie Briefe an Gianna und Tanjanica schreiben und legten sofort los.

 

Die 14-Jährige schrieb: „Liebe Gianna und Tanjanica, wir alle sind mit euch! Wir alle wollen nicht, dass ihr euch alleine fühlt, deswegen malen wir was für euch. Wir ALLE sind gleich!!! Egal ob sie weiß, schwarz, braun sind!! Mensch ist Mensch. (Dreimal unterstrichen)

 

Der Zwölfjährige schrieb: „Liebe Gianna und Tanjanica, wir möchten, dass der Rassismus ein Ende hat und alle sind gegen Rassismus. Schwarze sind wie weiße Menschen - gar kein Unterschied. Black lives matter.“ Das ganze unterschrieben mit einer schwarzen Faust dem Rotfuchs-Logo und seinem Namen.