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Ungebrochener Stolz, Zusammenhalt und herzliche Verabschiedung des Kollegen - "Der Kampf geht weiter"

Die Protestversammlung am Donnerstagabend vor Tor 4 von TKSE Duisburg war gut besucht:

Ungebrochener Stolz, Zusammenhalt und herzliche Verabschiedung des Kollegen - "Der Kampf geht weiter"
Hauptquartier von ThyssenKrupp Steel in Duisburg-Bruckhausen (foto: Dortmund2008 (CC BY-Sa 3.0))

Von der kompletten Schicht des betroffenen Kollegen bei TKSE Duisburg, Delegationen aus Betrieben, einer Arztpraxis und einer Gesamtschule aus Duisburg, vom Jugendverband REBELL und seiner Kinderorganisation ROTFÜCHSE sowie weiteren Kollegen, Freunden und Angehörigen, die Grüße und Solidarität überbrachten, war die Versammlung am Tor gut besucht. Der Solikreis Stahl sammelte Unterschriften für die Übernahme aller befristeten Kollegen, stiftete selbstgebackene Brownies und lud zum Soli-Treffen am kommenden Montag ein.

 

Ein kämpferischer Betriebsrat berichtete, dass TKSE bei seinem harten Kurs geblieben ist und die Übernahme des Kollegen verweigert. Er durfte am Abend nicht mehr auf Schicht. Die Kollegen lassen ihn aber nicht im Stich – der Kampf geht weiter. Dass dagegen gehetzt, und mit allen Mitteln versucht wird, Kollegen einzuschüchtern, nehmen sie nicht hin. Tausende wird die Arbeitsplatzvernichtung noch treffen. Warum soll es verboten sein, wenn man sich wehrt!

 

Peter Römmele, Stahlarbeiter bei TKSE und Landesvorsitzender der MLPD Nordrhein-Westfalen überreichte dem Kollegen zum Abschied das Buch „Was bleibt – 10 erkämpfte Jahre Opel Bochum 2004 bis 2014 “. Es ergibt wichtige Lehren für die Kämpfe jetzt..

 

Eine Kollegin vom Solikreis überreichte das „Kommunistische Manifest“ mit dem Zitat: „Von Zeit zu Zeit siegen die Arbeiter, aber nur vorübergehend. Das eigentliche Resultat dieser Kämpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern die immer weiter um sich greifende Vereinigung der Arbeiter.“ Das gilt gerade für den aktuellen Kampf. Kollegen seiner Schicht kritisierten antikommunistische Hetze und Spaltung und betonten, dass sie alles selbst entschieden haben. Ohne sie wäre der Kollege sang- und klanglos abserviert worden. Und: Einer oder dreitausend – jeder ist wichtig! Sie überreichten dem Kollegen gemeinsame Geschenke, die auch ihre persönliche Verbundenheit mit ihm ausdrückten. Er bedankte sich herzlich dafür und für die große Solidarität und meinte: „Um mich müsst Ihr Euch keine Sorgen machen!“ Einen schönen Ausklang bildeten die Lieder einer solidarischen Rockband aus Duisburg.