Change-for-Future-Kundgebung in Darmstadt

Change-for-Future-Kundgebung in Darmstadt

Verbrüderung von Umwelt-, Arbeiter- und kurdischer Bewegung

Gestern rief Change for Future, antikapitalistische Plattform in Fridays for Future, auch in Darmstadt zur Kundgebung auf.

Korrespondenz
Verbrüderung von Umwelt-, Arbeiter- und kurdischer Bewegung
Abstands-Halay in Darmstadt (rf-foto)

Etwa 40 Teilnehmer und etliche Passanten verfolgten ab 15.30 Uhr die kulturvolle und solidarische Aktion auf dem Friedensplatz. Sie reihte sich ein in die seit Wochen andauernde Rebellion gegen Rassismus. Um 17 Uhr fand direkt auf dem Platz nebenan eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des faschistischen Anschlags in Hanau, die bis in die Nacht ging. 

 

Zehn Redebeiträge von CFF, Umweltgewerkschaft, IG-Metall-Vertretern, REBELL, MLPD, Einzelpersonen und der Band „Pueblos“ brachten Argumente ein, warum die Ursache für die gesellschaftlichen Probleme die kapitalistische Konkurrenz- und Profitwirtschaft ist: Rekordabholzung im brasilianischen Regenwald, die begonnene Vernichtung von Zehntausenden Arbeitsplätzen, z.B. bei der Lufthansa und Galeria Karstadt Kaufhof, die Angriffe auf Südkurdistan/Irak... sind Beweise dafür, dass die Herrschenden weder willens noch in der Lage sind aus ihren Fehlern zu lernen. Im Gegenteil: Weltweit entwickeln sich Regierungen und Monopole nach rechts! US-Präsident Donald Trump setzt mit seiner faschistischen und antikommunistischen „Anti-Antifa“-Hetze die Krone auf: Er will die „Antifa“ zu Terroristen erklären und tweetete einem „roten Winkel“, Erkennungszeichen für kommunistische KZ-Häftlinge! 

 

Als letzter sprach ein Jugendlicher das erste Mal in seinem Leben am offenen Mikrofon: „Die Konkurrenz ist normal bei den Tieren. Aber wir Menschen haben doch die Intelligenz, dass wir anders leben können. ...“  Wir verbrüderten uns mit der kurdischen Bewegung, die in Rojava für die demokratische und ökologische Revolution kämpft. Es wurde ihnen polizeilich verboten, die Fahnen und Symbole der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten und der Partei PYD zu zeigen. Wir protestierten dagegen und tanzten zum Abschluss „Abstands-Halay“ mit unseren Fahnenstöcken.