Berlin

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Ein ungewöhnlicher Aufruf in der U-Bahn

In Berlin ist man als U-Bahn-Passagier gewöhnt, dass einige Bildschirme flackern, einige Beiträge in Dauerschleife laufen oder das Bild eingefroren ist. So nahm ich den aktuellen Beitrag im Standbild als normal wahr. Auch hatte das Wort „Solidarität“ in den letzten Wochen so häufige Verwendung gefunden.

Korrespondenz

Nur wenn man das kurzzeitige Interesse entwickelt hatte, doch zu erfahren, was neben Solidarität noch alles von einem gefordert wurde, konnte man von einem leichten Fiebern gepackt werden, wenn man "Help Rojava" las; so auch ich. Eine ungewöhnliche Forderung im U-Bahn-Fernsehen.

 

Ich schaute genauer hin. Die normalerweise erscheinenden Buchstaben B. und Z., für Berlins (angeblich) größte Hauptstadtzeitung, stellten sich auf diesem sehr dunklen Bildschirm als zwei Buchstaben R heraus. Ich war gepackt und begann zu lesen: „Help Rojava, R4R, #riseup4rojava, Fight Corona. Auch Solidarität braucht Test-Kits.

 

Obwohl sich die Menschen im demokratischen Projekt Rojava solidarisch gegen das Coronavirus organisierten, fehlt es, aufgrund des Wirtschaftsembargos der umliegenden Staaten und der ausbleibenden Anerkennung der autonomen Verwaltung, an grundlegenden medizinischen Ressourcen für das Überleben in einer von Krieg geprägten Region. Spendet mit Stichwort Rojava an: medico international...“

 

Des Rätsels Lösung stellte sich als ein aufgeklebter Papier-Flyer heraus und auch wenn er eher unter die Rubrik Aktionismus gehört, so ist das Anliegen für jeden Internationalisten ohne Einschränkungen unterstützenswert.

 

Genauso unterstützenswert ist eine Spende für die Kampagne "Medizin für Rojava", die Medikamente für die ICOR-Klinik in Kobanê sammelt:

Spendenkonto: Solidarität International e.V.

IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84 (Frankfurter Volksbank)

Stichwort: „Medizin für Rojava“

Oder spenden Sie hier online!