Argument

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Wenn Metallkapitalisten durchstarten wollen ...

Eine „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ hat in den großen deutschen Tageszeitungen eine ganzseitige Anzeige lanciert.

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Unter der Überschrift „Starthilfe oder Strohfeuer?“ folgt ein Forderungsprogramm, damit das Konjunkturpaket ein „erster Schritt“ wird, „um Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten.“

 

Von wem stammt und an wen richtet sich diese Anzeige?

 

Hinter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft versteckt sich der Unternehmerverband Gesamtmetall. Er fordert von der Regierung, schärfere Angriffe auf die breiten Massen. Im Klartext:  „Unternehmen“ entlasten, bedeutet Unternehmersteuern noch weiter abbauen. „Beschäftigung erleichtern“ musss man übersetzen mit  "Arbeitsschutzrechte abbauen". „Bürokratie abbauen“ meint Bürgerrechte bei Genehmigungsverfahren für industrielle Großprojekte und soziale und kommunale Dienstleistungen für die Massen weiter abzubauen. Die „Senkung der Stromkosten“ soll natürlich die Industrie bevorzugen. Die „generationsgerechte Rente“ steht für Schuften bis ins hohe Alter, Arbeitsplätze für die Jugend blockieren und künftig für Jung und Alt das Rentenniveau drastisch senken.

 

Die Anzeige endet mit dem Aufruf „Neu starten – Jobs sichern!“ Das ist dreist. In der gleichzeitig erschienenen Unternehmerzeitung Manager Magazin verbreiten dieselben Hintermänner der Anzeige ungeniert, dass sie allein in der Autoindustrie in den nächsten 18 Monaten 130.000 Jobs vernichten wollen.