Gelsenkirchener Lenin-Statue

Gelsenkirchener Lenin-Statue

Grußwort der Neuen Kommunistische Partei Haitis - Marxisten-Leninisten

Das folgende Grußwort wurde anlässlich der Enthüllung der Lenin-Statue an der Horster Mitte am 20. Juni in Gelsenkichen von einem Vertreter der Neuen Kommunistischen Partei Haitis – Marxisten-Leninisten, Mitgliedsorganisation der ICOR¹, gehalten.

Grußwort der Neuen Kommunistische Partei Haitis - Marxisten-Leninisten
(rf-foto)

Meine Damen und Herren, Die NEUE KOMMUNISTISCHE PARTEI HAITIS - MARXISTEN-LENINISTEN betrachtet diese Einweihung als eine Geburtsurkunde des Widerstandes in diesem Bergbaurevier.

 

Dies ist ein wesentlicher Moment der Konsolidierung eines kommunistischen Gedächtnisses, das die Geschichte wieder aufgreift, die aus der kommunistischen Partei MLPD einen Initiator und Organisator des Widerstandes in ganz Deutschland macht, und ein Licht, das andere Länder erhellt.

 

Dieses Denkmal, das zu Ehren unseres Genossen errichtet wird, trägt dazu bei, uns und die Millionen Ausgebeuteten und Unterdrückten auf der ganzen Welt wieder und für immer daran zu erinnern, dass wir in diesem großen Kampf zur Befreiung der Welt von Tyrannei und kapitalistischer Unterdrückung nicht allein sind.

 

Nur wenn wir gemeinsam kämpfen, werden wir die Macht des Kapitals brechen. Nur gemeinsam wird der Sozialismus endgültig als konkrete Realität betrachtet werden.

 

In der Geschichte des politischen Denkens im Allgemeinen ist wohl keine politische Tradition so karikiert worden wie die leninistische Tradition, und zwar von allen Seiten: Natürlich in erster Linie von den tollwütigen Antikommunisten der liberalen oder konservativen Rechten und der faschistischen extremen Rechten, aber auch von den sozialdemokratischen und sozialistischen Renegaten sowie den Anarchisten. Erinnern wir auch daran, dass wir überall auf der Welt unter den Gründern der kommunistischen Parteien, die täglich die rote Fahne schwenken, eine ganze Reihe von Anarchisten und revolutionären Syndikalisten fanden.

 

Die bürgerliche Propaganda stellt Lenin als den halluzinierenden Verteidiger eines absurden Dogmas oder als den verbrecherischen Apostel grenzenloser Gewalt dar.

 

Es muss daran erinnert werden, dass Lenin und die Bolschewiki, wenn sie die Ausübung von Gewalt auf sich nahmen, dies taten, um der Herrschaft der Bourgeoisie ein Ende zu setzen und den Imperialismus zu stürzen, während die Sozialdemokraten wenn sie an der Macht waren und Gewalt angewendet haben, dies immer im Dienste der Aufrechterhaltung der bürgerlichen und imperialistischen Ordnung taten.

 

Hier oder anderswo haben diejenigen, die den Totalitarismus-Prozess gegen Lenin untersuchen, im Allgemeinen keine Schwierigkeiten, die Massenverbrechen der Westmächten im Zusammenhang mit der Kolonialisierung zu verschweigen oder gar zu rechtfertigen.

 

Wir engagierte Aktivisten wissen sehr wohl, dass Lenin niemals verziehen werden wird, denn er verkörpert eine siegreiche Revolution, die nicht nur Russland vom Zarismus befreite, sondern auch den unterdrückten Völkern der Kolonien, die unter dem Joch der Kolonialmächte dahin vegetierten, Hoffnung gab. Die Hoffnung, der kapitalistischen Herrschaft ein für alle Mal zu entkommen; kurz gesagt: Eine demokratische Revolution, aber auch eine sozialistische und antiimperialistische Revolution.

 

Lenin kann von unseren Klassenfeinden nur als "Ausgestoßener“, „Unruhestifter" behandelt werden, eben weil er mit der ihm eigenen Kraft und Beständigkeit eine Politik verteidigt hat, die darauf abzielt, das Proletariat und alle unterdrückten Gruppen in eine Macht zu verwandeln, die in der Lage ist, die Herrschaft der Bourgeoisie zu stürzen, in eine unabhängige politische Kraft, die in der Lage ist, die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse ein für alle Mal abzuschaffen.

 

Er ist zweifellos derjenige, der eine zugleich begeisternde, bewundernde und kühle Einschätzung des Schicksals der Pariser Kommune vorgenommen, und dabei die Intensität des politischen Kampfes, den das Ziel der Zerstörung der bürgerlichen Macht mit sich bringt, am meisten ernst genommen hat:

 

Er war sich bewusst, dass der Kampf für den Sozialismus ein Kampf auf Leben und Tod ist. Nicht weil die Unterdrückten nach Gewalt gieren würden, sondern weil die herrschende Klasse es nicht zulassen würde, enteignet zu werden, ohne zu kämpfen und ohne den aufständischen Völkern mit schlimmsten Strafen zu drohen.

 

Dieses historische Monument sollte nicht als Wallfahrtsort für untätige Fanatiker gesehen werden, sondern als ein Ort der Annäherung aller fortschrittlichen Bewegungen, um den endgültigen Angriff auf den bereits in seinen Grundfesten erschütterten Kapitalismus einzuleiten.

 

Es lebe der Sozialismus!

Es lebe der Kommunismus!

Es lebe die MLPD!

Es lebe das internationalistische Proletariat!