Lenin

Lenin

Grußwort von Prof. Dr. Roland Günter

Prof. Dr. Roland Günter, bekannter Kunst- und Kulturhistoriker, Hochschullehrer und Schriftsteller aus Oberhausen, hielt ein Grußwort beim Festakt zur Enthüllung der Leninstatue am 20. Juni 2020 in Gelsenkirchen.

Grußwort

Zwei Sätze

Erstens: Wer in der Region möchte die Zustände im Kaiserreich mit der unglaublich völligen Rechtlosigkeit von Männern und noch mehr von Frauen vor 1918 zurück haben? Dass sich vieles verändert hat - menschlich-sozial-gesellschaftlich – dafür danke ich – persönlich und öffentlich – vielen Menschen, die sich dafür einsetzten. Sie dafür beschimpfen? Nein! - nein! - nein! Danke! - vor allem: Lenin. Lest mal nach: Detailliert! Und verwechselt ihn nicht. Lenin ist Lenin.

 

Zweitens: Denkmäler sind Inhalte – von Plätzen. Seit jeher. Europäische Stadt-Kultur. Wir brauchen mehr davon. Ich wünsche mir für die Region mehr Leben auf öffentlichen Plätzen – hier gibt es bislang nichts an Erinnerungen. Ich wünsche mit viel: Denk mal! Denk mal! Denk mal!

Anregung

Wie schön wäre es - ähnlich wie für meine Freunde Schiller und Goethe vor dem Theater in Weimar – im Ruhrgebiet einen Platz zu haben für das Freundes-Paar Karl Marx und Friedrich Engels. Als Beitrag zur Stadt-Kultur in Ruhr.

 

Dies wünscht: Prof. Dr. Roland Günter aus Eisenheim. Autor von 60 Büchern (u.a. Bestseller „Im Tal der Könige“ - für die IBA). In Italien preisgekrönt (Premio Rotondi) für die Rettung von 1000 Arbeiter-Siedlungen im Ruhrgebiet. Er schreibt zur Zeit an einem Buch über das „Bauhaus als Kultur“ - fertige Kapitel sind schon im Internet unter: http://www.roland-guenter-werke.de/Content.aspx?pageID=40