Gelsenkirchener Lenin-Statue

Gelsenkirchener Lenin-Statue

Grußwort von Vertretern der Betriebsratsliste OFFENSIV, Opel Bochum

Vertreter der Betriebsratsliste OFFENSIV bei Opel Bochum haben das folgende Grußwort bei der Enthüllung der Lenin-Statue am Dienstleistungszentrum Horster Mitte in Gelsenkirchen am 20. Juni gehalten:

...Die Ankündigung des Lenin-Denkmals hat ja für große Empörung und Widerstand in allen bürgerlichen Parteien bis hin zur Linkspartei gesorgt. Klar: Sie bauen ja weiterhin voll auf den Kapitalismus!

 

Uns Arbeiter hat dieses symbolträchtige Denkmal nicht aus der Ruhe gebracht. Warum auch? Was haben wir schon zu verlieren, angesichts der permanenten Krisen? Es glaubt ja niemand mehr von uns an das Märchen von der „freien und sozialen Marktwirtschaft“, und wir alle begreifen uns als Arbeiterklasse. Lenin ist unser Symbol für eine sozialistische Alternative! Irgendwann wird genau diese Alternative die Lösung der globalen Probleme sein, nicht nur für uns Arbeiter. Noch hat der Antikommunismus eine viel zu breite gesellschaftliche Akzeptanz. Man muss noch nicht einmal Kommunist sein, um den Bannstrahl des Antikommunismus abzubekommen. Es genügt heute schon, zur kämpferischen „Offensive“ zu gehören!

 

Und weil Lenin unser Symbol für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung ist, versuchen die Herrschenden, dieses Symbol zu zerstören. Sie behaupten, Lenin und die Oktoberrevolution wären verantwortlich für Millionen von Toten, für Gewalt und Unterdrückung. Dabei waren es die Imperialisten aus 14 Ländern, die brutal über die junge Sowjetrepublik herfielen. Im Bündnis mit den alten Ausbeutern wollten sie mit aller Gewalt den Kampf für eine befreite Gesellschaft unterdrücken. Es waren dieser Überfall und der Terror der Weißen, die Millionen von Arbeitern und Bauern das Leben kosteten. Nicht diese Millionen Arbeiter und Bauern werden heute von den Kapitalisten betrauert, sondern die Zarenfamilie, die das Symbol für die Verbrechen des alten Regimes war. Diese verlogenen Methoden kennen wir doch: Nicht ihrer eigenen Profitgier geben die Kapitalisten die Schuld für Arbeitsplatzvernichtung und Werksschließung – sondern immer den Arbeitern, wenn sie für ihre Rechte kämpfen!

 

„Lenin kommt nach Gelsenkirchen!“ – diese Einladungen für heute wurden letzte Woche vor unserem Werkstor verteilt. Dabei ist er dort schon seit 38 Jahren, aber ab heute für alle noch viel sichtbarer! Somit gratulieren wir ganz herzlich den drei Geburtstagskindern Lenin, der MLPD und Monika (Gärtner-Engel, Anm. d. Red.), unserer langjährigen Freundin und Beraterin! Lenin, herzlich willkommen bei uns im Ruhrgebiet!