Antikommunismus

Antikommunismus

Unvergessen

Vor 70 Jahren wurde der Wachtmeister der Grenzpolizei der DDR, Siegfried Apportien, an der Staatsgrenze hinterrücks erschossen.

Korrespondenz aus Chemnitz

Am 30. November 1930 geboren, wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf und lernte schon frühzeitig die Mühen und Sorgen der „kleinen Leute“ kennen. Als Vierzehnjähriger musste er mit seinen Eltern und den beiden Brüdern infolge der Kriegsereignisse die Heimat in Richtung Westen verlassen und landete nach einer Odyssee im mecklenburgischen Güstrow.

 

Mit 17 Jahren bekam Siegfried Apportien eine Lehrstelle als Maler. Er wurde aus Überzeugung Mitglied der Freien Deutschen Jugend und meldete sich nach erfolgreichem Abschluss der Lehre freiwillig zum Dienst bei der Grenzpolizei. Er wollte mithelfen, die Volkswirtschaft der Ostzone gegen Schieber, Spekulanten und Saboteure zu schützen.

 

Wachtmeister Siegfried Apportien diente vorbildlich und einsatzfreudig in der Dienststelle Palingen bei Schönberg, an der Grenze zur britischen Besatzungszone. In dieser Zeit wurde er auch Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands.

 

Am 2. Juli 1950 waren Wachtmeister Siegfried Apportien und Leo Köpke zusammen zum Grenzdienst eingesetzt. Köpke versuchte Apportien zur Desertation in den Westen zu bewegen, was ihm nicht gelang. Daraufhin erschoss Köpke hinterrücks Siegfried Apportien. Der Täter flüchtete In die BRD und gab dort seine Tat zu. Dieses Verbrechen blieb trotzdem im Westen straffrei.

 

Anmerkung der Redaktion

Die MLPD verurteilt diesen feigen Mord. Sie kritisiert allerdings auch das Grenzregime der DDR nach 1956 sowie den Bau der Berliner Mauer.