Baden-Württemberg

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Ärger über die Bildungspolitik der Landesregierung

„Bildung mit Plan!“ „Kleinere Klassen!“ „Mehr Lehrer ausbilden!“ Die selbst gemachten Schilder brachten den Ärger und die Wut über die Bildungspolitik der Baden-Württembergischen Landesregierung deutlich zum Ausdruck.

Von Kreisleitung Stuttgart-Sindelfingen der MLPD
Ärger über die Bildungspolitik der Landesregierung
(rf-foto)

500 bis 800 Eltern mit ihren Kinder demonstrierten am Samstag, 4. Juni, in der Stuttgarter Innenstadt. Mehrere Gesamtelternbeiräte hatten zum Protest gegen die Planlosigkeit von Kultusministerin Susanne Eisenmann und gegen ihre Ignoranz gegenüber den Eltern aufgerufen.

 

Sie schreiben: „So geht es nicht weiter! Wir wollen für sämtliche Szenarien in der Pandemie-Entwicklung entsprechende Pläne, mehr Lehrkräfte, Ausstattung für alle und Kommunikation auf Augenhöhe. Wir wollen Schulen, die personell und räumlich nicht auf Kante genäht sind und kleinere Klassenteiler, so dass Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit nicht nur Schlagworte auf dem Papier sind...“

 

Mit der Schließung der Schulen und Kitas wurde die ganze Krise auf die Familien abgewälzt: Homeschooling mit zwei bis drei Kindern in unterschiedlichen Klassenstufen, Haushalt, eigener Job. Die Frauen und die Familien haben sich als wahre Organisationstalente bewiesen. Die Kultusministerin dagegen zieht sich zurück auf die Aussage: „Auch wir hatten keine Blaupause“. Da sind die Eltern andere Meinung. Sie machten eindeutig klar, dass sie die Missstände in den Schulen schon länger kennen. Klassen mit bis zu 32 Schülern, Unterrichtsausfall, zu wenig Lehrer und Schultoiletten ohne Seife und warmes Wasser – das gab es schon vor Corona. Jetzt ist die Zeit gekommen, das zu ändern ! Wann wenn nicht jetzt !