Opel Bochum

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„Finger weg vom Tarifvertrag!“

In ihrem 100. Flugblatt schreibt die kämpferische Betriebsratsinitiative OFFENSIV:

Von OFFENSIV – Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit

Auf der Vollkonferenz am 18. Juni hieß es: Opel macht Druck, das muss ganz schnell gehen mit den Verhandlungen. PSA drängt darauf, dass auch in Bochum endlich „billiger“ gearbeitet wird. Jetzt ist ein Monat rum, nichts ist passiert. Was ist los!

 

Offenbar begreift der Vorstand, dass wir die 35-Stunden-Woche nicht hergeben, nur um dann in ein paar Monaten wieder vor der nächsten Erpressung zu stehen! Bei unseren Abfragen in verschiedenen Abteilungen haben sich weit über 90 Prozent aller befragten Kollegen eindeutig gegen weiteren Verzicht und Tarifspaltung ausgesprochen. Vor allem auch unsere jüngeren Kollegen, in deren „Interesse“ wir ja angeblich verzichten sollen. Denn auch die wollen nicht immer nur abgeben, während Mieten und Preise immer weiter steigen!

 

„Finger weg vom Tarifvertrag!“ Das ist mal ein klares Wort! Ganz im Gegensatz leider zu den bisherigen „offiziellen“ Äußerungen unserer IG Metall und des Betriebsrats. Im Flugblatt „metallnachrichten“ vom Juni heißt es: „Beide Seiten haben ein gemeinsames Ziel: Der Standort Bochum soll gestärkt werden. Dazu will das Unternehmen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit Bochum auch noch 2023 noch als Zentrallager im PSA-Verbund fungieren kann“. Entschuldigung, aber PSA und Opel haben noch nie das Ziel gehabt, einen Standort zu stärken – sondern aus den Kollegen immer mehr Profit herauszuholen!

 

Die ewig gleiche Drohung: „Dann machen Sie uns die Bude nach 2023 dicht“ verfängt immer weniger. Hat der jahrelange Verzicht denn vielleicht die Schließung von Werk I verhindert? Nein. Das konnte nur unser Streik von 2004, ohne den das Werk schon viel eher geschlossen worden wäre. Der immer neue Verzicht hat uns nur geschwächt damit muss Schluss sein!

 

Hier gibt es das komplette Flugblatt!