MLPD Berlin-Südost

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MLPD solidarisch mit alevitischen Kurden.

Am 2. Juli jährte sich zum 27. Mal das Massaker von Sivas.

Korrespondenz
MLPD solidarisch mit alevitischen Kurden.
(rf-foto)

Bei diesem wurden im Hotel Madimak 35 junge liberale Schriftsteller, Dichter und Musiker, die sich zu einem Fest zu Ehren des alevitischen Dichters Pir Sultan Abdal versammelt hatten, von einem fanatisierten Mob von geschätzten 20.000 Menschen getötet oder teilweise lebensgefährlich verletzt. Die Mörder hatten mehrere Feuer gelegt. Bei diesem religiös-motivierten und offen menschenverachtenden Akt blieben sowohl Feuerwehr als auch Polizei an die acht Stunden passiv oder leisteten teilweise Unterstützung.

 

Bis zum heutigen Tag ist keiner der Täter dafür bestraft worden. Im Gegenteil, in Deutschland konnte einer der Täter bis zu seinem Tod eine normale Existenz führen und in der Türkei ist einer vom faschistischen Präsidenten Erdogan wegen seines hohen Alters begnadigt worden – wogegen andere politische Gefangene dieses Privileg nicht in Anspruch nehmen können.

 

Bei der Auftaktkundgebung am Hermannplatz in Berlin-Neukölln und bei der Abschlusskundgebung am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg wurden die Namen der 35 Ermordeten verlesen und die Teilnehmer und Teilnehmerinnen antworteten auf jeden einzelnen mit den Worten: „Ist noch am Leben.“

 

Genossen der MLPD und Freunde nahmen an diesem Gedenkmarsch teil, drückten ihr Mitgefühl aus und versprachen, sich am weiteren Kampf gegen diese Ungerechtigkeit aktiv zu beteiligen, aber auch einen gemeinsamen Kampf gegen neue Gräueltaten zu führen.