Schulöffnungen

Schulöffnungen

„So geht es nicht weiter ...!“

"So geht es nicht weiter!“, sagen Gesamtelternbeiräte in Baden-Württemberg und rufen zu einer Demo am 7. Juli in Stuttgart auf.

Von sb

Anlass ist das chaotische Krisenmanagement der Landesregierung in der Schulöffnung. Wohl gemerkt: Es handelt sich hierbei um eine grün-schwarze Landesregierung, die als Modell für die nächste Bundestagswahl gehandelt wird. Die Schulen in Baden-Württemberg werden im „Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen“¹ geführt. Dieser sieht vor, dass alle Grundschülerinnen und Grundschüler wieder in die Schule können. Das wird von Eltern und Kindern begrüßt und könnte eine Entlastung bedeuten.

 

Weshalb dann dieser Aufruf? Das Kultusministeriums sieht keine Notwendigkeit für ein Abstandsgebot, denn „Kinder hätten eine niedrige Virenlast und seien keine Infektionstreiber“.² Die Aussage geht auf eine vorläufige Studie der Uni Heidelberg zurück.³ Und wie sieht die Realität aus?! An fünf Schulen im Landkreis Göppingen wurde je ein Schüler positiv getestet. Die Schulen mussten wieder geschlossen werden. Eben: „Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen“.

 

Der Unterricht in Schichten kann für maximal vier Stunden garantiert werden, für mehr fehlen die Lehrkräfte. Warmes Mittagessen darf nicht angeboten werden, stattdessen gibt es Lunchpakete. Aber nicht an allen Schulen. Manche Kinder müssen ihr Lunchpaket von zu Hause mitbringen. Die Notbetreuung ist gestrichen, Eltern müssen ihre Arbeitszeit den Schulzeiten anpassen. Offen ist die Schulbeförderung an Sonderschulen.

 

Das alles und noch viel mehr, macht Eltern und Lehrer wütend. Deshalb haben Gesamtelternbeiräte einen offenen Brief an die Kultusministerin, Susanne Eisenmann, geschrieben und rufen zur Demo auf. „So geht es nicht weiter! Wir wollen ...mehr Lehrkräfte und Kommunikation auf Augenhöhe....Schulen, die personell und räumlich nicht auf Kante genäht sind… kleinere Klassenteiler...“.

 

Der Zorn richtet sich gegen eine Politik die über Jahre das Bildungssystem kaputt gespart hat. Die MLPD steht hinter diesen Forderungen. Kleine Gruppen, räumliche Teilung, auch Unterricht im Freien, sofortige Neueinstellung von Lehrkräften, systematische Testung sowie verlässliche Planung des Unterrichts. Kein Krisenchaos auf dem Rücken der Kinder, Eltern und Pädagogen. Wir wünschen viel Erfolg!