Şengal

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Langer Marsch von Celle nach Hannover

Unter dem Motto „Nein zum Genozid – Status für Şengal“ fand am Freitag und am Samstag ein langer Marsch von Celle zum niedersächsischen Landtag in Hannover statt.

Dokumentiert von ANF

Die Demonstration startete am Freitag in Celle. Die zweite Etappe ist mit einer Schweigeminute eingeleitet worden. Unter den Demonstrantinnen und Demonstranten befanden sich auch Yüksel Koç, Ko-Vorsitzender des kurdischen Europaverbands KCDK-E, und Letif Karakaş, Ko-Vorsitzender des in Niedersachsen organisierten Verbands FED-DEM.

 

Die Demonstration wurde mit einer Kundgebung vor dem Landtag abgeschlossen. Während der Kundgebung wurde im Landtag ein Informationsdossier zur Situation der Eziden nach dem IS-Massaker 2014 und den fortgesetzten türkischen Angriffen auf das ezidische Siedlungsgebiet Şengal in Südkurdistan (Nordirak) überreicht.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion fordern einen Autonomiestatus für Şengal. Die ezidische Bevölkerung des Gebiets war in der Geschichte immer wieder Verfolgung und Massakern ausgesetzt. 2014 ermordete der sogenannte Islamische Staat tausende Ezidinnen und Eziden, viele wurden verschleppt. Die Eziden stellten bewaffnete Einheiten auf und schufen Selbstverwaltungsorgane.

 

Im Juni 2019 führte die MLPD eine "Internationalismus Live"-Veranstaltung mit Hasan Dutar, einem hochrangigen Vertreter der Eziden aus Şengal, durch. Siehe dazu den Rote-Fahne-News-Artikel „Sengal – Blüten der Freiheit und des Aufbaus fünf Jahre nach dem Massaker“.