Augsburg

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Veranstaltung mit Europakoordinator der ICOR

Am 13. Juli 2020 führte das Internationalistische Bündnis in Augsburg im Internationalen Kulturzentrum eine Veranstaltung mit dem Europakoordinator der International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations (ICOR), Joachim Griesbaum, durch.

Korrespondenz
Veranstaltung mit Europakoordinator der ICOR
Joachim Griesbaum am 13. Juli in Augsburg (rf-foto)

Joachim Griesbaum ging in seinem packenden Einleitungsbeitrag auf die aktuelle Entwicklung mit der beschleunigten Tendenz zu einer gesamtgesellschaftlichen Krise, der Erfolgsgeschichte des Aufbaus der ICOR und des beginnenden Aufbaus der weltweiten antiimperialistischen
Einheitsfront ein. "Wir haben hier wichtige Erfolge erzielt, in gemeinsamen Aktivitäten und vielen auch kontroversen Diskussionen wieder Vertrauen aufgebaut. Es müssen aber in der Vorbereitung auf eine revolutionäre Weltkrise noch viel mehr Organisationen und revolutionäre Kräfte sich zusammenschließen.

 

Da Joachim aus Hamburg kommt, war ihm auch ein wichtiges Anliegen der gemeinsame Kampf gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei Airbus, wovon
allein in Augsburg 1.000 Kollegen betroffen sind, aber auch der gemeinsame Protest mit dem bundesweiten Aktionstag. Ebenso die Solidaritätserklärung der ICOR an die aramäischen Aktivisten in Augsburg, die vom deutschen Staat mit falschen Vorwürfen kriminalisiert werden (Rote Fahne News berichtete mehrfach). Nachdem die Staatsanwaltschaft in drei Verhandlungen starrsinnig behauptete, die Aktivisten hätten verbotene Flaggen gezeigt, musste sie jetzt mithilfe des scharfsichtigen bayerischen Verfassungschutzes feststellen, dass es doch andere Flaggen waren, nämlich die der Kommunistischen Aramäer Mesopotamiens (SGB), die seit 2020 auch Mitglied in der ICOR sind. Diese gravierende Änderung der Fakten änderte aber nichts an der Verurteilung.

 

Eine wichtige Frage in der lebendigen Diskussion war nach dem Unterschied zwischen der ICOR und der antiimperialistischen Einheitsfront. Dazu wurde herausgearbeitet, dass die ICOR als Grundalge den Marxismus- Leninismus hat mit dem Sozialismus als Ziel, während bei der Einheitsfront der Antiimperialismus die gemeinsame Grundlage ist, der Sozialismus als Ziel zwar Platz in der Einheitsfront hat, aber nicht deren gemeinsame Grundlage ist.

 

Ein Kollege, der zum ersten Mal auf einer solchen Veranstaltung war, wollte auch wissen, wie er seinen Kollegen aus Gambia dafür gewinnen kann, und wie wir diesen breiten weltweiten Zusammenschluss erreichen können. Jedes Land hat seine Besonderheiten, aber alle Völker sind von der Verschärfung der Krisen des Imperialismus betroffen, was sich auch heute schon in gemeinsamen weltweiten Protesten gegen Rassismus oder Umweltzerstörung zeigt. Dabei ist es wichtig, auch hier in Deutschland das antiimperialistische Bewusstsein breit zu fördern und gleichzeitig Mitglieder für den echten Sozialismus und die MLPD zu gewinnen.