Dotternhausen

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Warnstreik im Zollernalbkreis

70 Kolleginnen und Kollegen von Holcim in Dotternhausen im Zollernalbkreis führten gestern einen Warnstreik durch.

Korrespondenz

Das war ein Novum. Die Streikenden blockierten die Zufahrt für die Lastwagen – in der Folge gab es einen Rückstau bis zur B27. Sie fordern höhere Löhne. Gleichzeitig mit dem Streik vor dem Dotternhausener Holcim-Werk läuft die vierte Runde der Tarifverhandlungen in Sindelfingen.

 

Esteban Neira, Gewerkschaftssekretär der IG Bau-Agrar-Umwelt, spricht vor den Streikenden im Schlichemtal und bemängelt die „bis dato unterirdischen Angebote der Arbeitgeber“. Im Raum steht ein Entgelterhöhung von unter einem Prozent und eine nicht näher bezifferte Einmalzahlung, insgesamt ein Plus von rund zwei Prozent. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 6,25 Prozent.

 

Der Gewerkschaftssekretär argumentiert damit, dass die Steine-Erden-Konjunktur "trotz Corona" boome. Es ist richtig, da zu streiken. Aber auch in nicht boomenden Bereichen müssen die Arbeiterinnen und Arbeiter ihre eigene Rechnung aufmachen. Holcim ist ein in der Schweiz ansässiger globaler Konzern für Baustoffe und Zuschlagstoffe mit weltweit 71.000 Beschäftigten.