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5 Jahre Suruç-Massaker: Kein Vergeben - Kein Vergessen

Vor fünf Jahren, am 20. Juli 2015, traf eine Bombe mitten in unser Herz.

Korrespondenz
5 Jahre Suruç-Massaker: Kein Vergeben - Kein Vergessen
Grafik: MLKP

Auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln haben am Montag ca. 50 Personen an einer Kundgebung teilgenommen, um der 33 hauptsächlich jungen Menschen zu gedenken, die ihr Leben in Suruç (Türkei) verloren haben, als der IS in Zusammenarbeit mit der faschistischen AKP-Regierung ein Selbstmordattentat verübte. Weitere 100 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt. Danach verübte der IS eine Reihe weiterer Bombenanschläge und Massaker in verschiedenen Städten.

 

Im Sommer 2015 mobilisierte die Föderation der sozialistischen Jugendvereine in der ganzen Türkei die Kampagne „Wir haben es gemeinsam verteidigt, wir werden es gemeinsam aufbauen!" Ihr Ziel war es, die Stadt Kobanê (Westkurdistan) wiederaufzubauen. Am 20. Juli 2015 trafen sich über 300 Jugendliche mit türkischen und kurdischen Wurzeln aus der ganzen Türkei in Suruç, um nach Kobanê zu reisen. Die Jugendlichen wollten mit dieser Hilfskampagne der überwiegend kurdischen Bevölkerung in Kobanê zeigen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleingelassen sind.

 

Sie wollten den Kindern Spielplätze errichten und auch die politischen Entwicklungen kennenlernen und die Kämpfe der sozialistischen Bewegung in der Türkei mit der kurdischen Bewegung verbinden. Während sie in Suruç eine Presseerklärung machten, verübte der IS in Zusammenarbeit mit der AKP-Regierung ein Selbstmordattentat. 33 hauptsächlich junge Menschen verloren ihr Leben und mehr als 100 wurden verletzt. Danach verübte der IS eine Reihe weiterer Bombenanschläge und Massaker in verschiedenen Städten.

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem IS, versuchte der Staat schon immer Revolutionäre und Revolutionärinnen zu ermorden. Aber nach dem Attentat in Suruç wurde dies offensichtlicher. Anstatt zu helfen, fuhren die Polizisten an den verletzten Personen vorbei und versperrten sogar die Wege der Krankenwagen.