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Treffen des Internationalistischen Bündnisses ergreift vielfältige Initiativen

Am gestrigen Samstag, dem 25.Juli 2020, fand ein erfolgreiches Treffen im Arbeiterbildungszentrum Süd in Stuttgart statt mit Aktivisten des Internationalistischen Bündnisses in Baden-Württemberg und zur Bestätigung der Kandidaten der Landesliste zu den Bundestagswahlen, deren Spitzenkandidatinnen Monika Gärtner-Engel und Julia Scheller und deren Spitzenkandidat Seyhan Dasdemiroglu beim Bundeskongress in Kassel bereits vorgestellt wurden.

Von Landesleitung Baden-Württemberg der MLPD
Treffen des Internationalistischen Bündnisses ergreift vielfältige Initiativen
(rf-foto)

Monika Gärtner-Engel und Julia Scheller ließen Grüße überbringen, da sie selbst nicht anwesend sein konnten. Julia Scheller verwies darauf, dass zehntausende Arbeitsplätze auf der Vernichtungsliste stehen. Aktuell erhöhte Daimler die Zahl auf 30.000! "Die Landesregierung von Baden-Württemberg unter derm Grünen Kretschmann steht mit an der Spitze der Rechtsentwicklung der bürgerlichen Politik!"

 

Seyhan Dasdemiroglu, Mitglied im Bündnisrat des Internationalistischen Bündnisses, ging vor allem auf den Aufruf „Gib Antikommunismus keine Chance!“ ein und machte deutlich, dass es dazu notwendig ist, auch die konkrete Geschichte des Antikommunimus und des Kampfs dagegen in Baden-Württemberg zu untersuchen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu gewinnen, den Aufruf zu unterstützen.

 

Die Bewegung "Gib Antikommunismus keine Chance!" hat eine eigene Webseite. In Kürze wird es einen dauerhaften Link von Rote Fahne News auf diese Seite geben.

 

Johanna Jaeck, Kandidatin auf der Landesliste der Internationalistischen Liste/MLPD für die Bundestagswahl 2021, brachte aktuell die Erfahrungen von der erfolgreichen Solidarität von Aktivisten des Vereins der Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz aus Sindelfingen durch einen Besuch bei der Demonstration der Smart-Kollegen in Frankreich ein und informierte über den hartnäckigen Streik der Kollegen bei Nissan in Spanien.

 

Dieter Rupp, Direktkandidat in Nürtingen, berichtete davon, dass die Kollegen von Eberspächer gestern für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf der Straße waren. Franziska Schmidt vom Jugendverband REBELL ging ein auf die Vorbereitung der Proteste gegen Rassismus, Abschiebungen und Antikommunismus am 28. August parallel zum Marsch auf Washington zum Jahrestag der berühmten Rede von Martin Luther King „I have a dream“.

 

Bernhard Schmidt von der MLPD betonte die notwendige Solidarität und Teilnahme an der bundesweiten Demonstration „Unbeugsam“ am Tag der Urteilsverkündung im TKP/ML Prozess vor dem Oberlandesgericht München am Dienstag, dem 28. Juli um 10 Uhr. Abfahrt ist um 7.00 Uhr am ABZ in Stuttgart.

 

Christian Berschel, ein Vertreter der Umweltgewerkschaft, und Dieter Böttcher, Kandidat in Waiblingen, schlugen vor, Solidaritätserklärungen an die Betroffenen der faschistischen Drohmails NSU 2.0. sowie die DGB Geschäftsstellen in Waiblingen und Stuttgart zu schicken und sie zum gemeinsamen Kampf gegen die Rechtsentwicklung und Faschisierung einzuladen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, ebenso wie Solidaritätserklärungen an die Nissan- und die Smart-Belegschaften. Auch gegegenüber Seyhan Dasdemiroglu und Roberto Kyas – ebenfalls Kandidat auf der Landesliste und beide betroffen von strafrechtlicher oder schikanöser Verfolgung - erklärten sich die 30 Teilnehmer solidarisch. Mit zwei Enthaltungen wurde die Landesliste mit den 23 Kandidaten bestätigt.

 


Die Delegation aus Ulm berichtetete anschaulich, wie sie im örtlichen Aufbau in den letzen vier Jahren vorangekommen sind. Entscheidend sind Selbstbewusstsein, Kontinuität, gleichberechtigte Zusammenarbeit, Kultur, persönliches Kenennlernen sowie das offene Austragen von Widersprüchen.

 

Lukas Weißert, Aktivist aus Stuttgart, war von dem selbstbewussten Bericht so beeindruckt, dass er den Gedanken einbrachte, einen Kandidaten des Internationalistischen Bündnisses zur OB-Wahl in Stuttgart im Herbst aufzustellen. Er betonte, dass es in Stuttgart immer wieder gute Ansätze und eine Zusammenarbeit bezogen auf Aktionen/Aktionstage gab, an diesen aber nicht systematisch genug weiter gearbeitet wurde.

 

Es wurden Vereinbarungen getroffen, wie die Trägerorgansiationen in Baden-Württemberg für die gemeinsame Organisierung weiterer Aktivitäten wie Podiumsdiskussionen, Herbstdemonstration, u.a. und den Aufbau einer landesweiten Koordinierung gewonnen werden. Auch mit der begonnenen Unterschriftensammlung für die Landesliste sollen der Bündnisaufbau gestärkt und Unterstützer und Unterstützerinnen für den Aufruf gegen Antikommunismus gewonnen werden.

 

Auf der Webseite der MLPD www.mlpd.de stehen die Formulare für die Unterschriftensammlung bereit: Zum Download, Ausdrucken und Sammeln!