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Corona-App fehlerhaft - und Entwickler kriegen Großauftrag!

Wenn Ihre Autowerkstatt eine satte Rechnung für die Reparatur des Anlassers stellt und der Motor schon am nächsten Tag wieder nicht anspringt, werden Sie vermutlich diese Werkstatt nicht weiterempfehlen.

Korrespondenz

Die vielgepriesene und mit viel Geld entwickelte Corona-Warn-App der Bundesregierung, hat - so musste Gesundheitsminister Jens Spahn vor einigen Tagen in einer eigens veröffentlichten Erklärung zugeben - für Millionen Nutzerinnen und Nutzer wochenlang überhaupt nicht funktioniert (Rote Fahne News berichtete am Montag). Die App soll ja Menschen schnell warnen, damit sie sich testen lassen, wenn Gefahr droht. Stattdessen wurden Warnmeldungen erst sehr spät ausgespielt. Von dem dies verursachenden technischen Fehler wussten die Millionen Menschen, die sich diese App installiert haben, nichts! Keine Information, keine Warnung, nichts. Angeblich haben die Entwickler SAP und Telekom die Problematik jetzt mit einem Update "in den Griff bekommen". Wer kontrolliert, ob das stimmt?

 

Statt einer ordentlichen Strafe wegen Vortäuschung falscher Tatsachen, Betrug und Gesundheitsgefährdung in großem Ausmaß, was bekommen die DAX-Konzerne SAP und Telekom? Richtig - einen Großauftrag. Corona-Apps aus mehreren EU-Staaten sollen künftig grenzüberschreitend vor möglichen Infektionen warnen können: "SAP und die Deutsche Telekom, die Entwickler der deutschen Corona-Warn-App, sollen in Kürze auch für die EU-Kommission eine Software-Plattform für den länderübergreifenden Austausch von Corona-Warnungen aufbauen und betreiben", so meldet heute die WirtschaftsWoche. „Die Vereinbarung steht kurz vor dem Abschluss."