Spenden für Marx und Lenin

Spenden für Marx und Lenin

Die Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen

„Respekt! Die Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen“. Mit diesen Worten begleiten zwei Spender ihre finanzielle Untersützung für die Lenin-Statue in Gelsenkirchen vor der Zentale der MLPD.

Von cg
Die Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen

Diese Spenden für die Lenin-Statue sowie für das kommende Marx-Denkmal sind auch eine praktische Kampfansage an den Antikommunismus – derzeit vor allem gegen die Verleumdung, Marx und auch Lenin seien Rassisten und Antisemiten gewesen.

 

Auch Lenin war als Marxist entschiedener Gegner von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus:

 

„Antisemitismus nennt man die Verbreitung von Feindschaft gegen Juden. … Den Haß der von Not gepeinigten Arbeiter und Bauern wollen die Gutsbesitzer und Kapitalisten auf die Juden lenken. Auch in anderen Ländern kann man sehen,  dass die Kapitalisten Feindschaft gegen Juden schüren, um den Blick des Arbeiters zu trüben, um seine Aufmerksamkeit von dem wirklichen Feind der Werktätigen – vom Kapital – abzulenken. ... Nicht die Juden sind die Feinde der Werktätigen. Die Feinde der Arbeiter sind die Kapitalisten aller Länder.“ [1]

 

Man braucht nur die „Juden“ durch „Ausländer“ oder „Flüchtlinge“ zu ersetzen, dann passen diese Worte genau auf die heutige rassistische Hetze gegen Geflüchtete.

 

Gegen den Nationalismus schrieb Lenin: „Die Marxisten kämpfen entschieden gegen den Nationalismus in allen seinen Spielarten. ... Die klassenbewussten Arbeiter ... kämpfen gegen jeden, selbst den verfeinertsten Nationalismus und vertreten nicht nur die Einheit, sondern auch den Zusammenschluss der Arbeiter aller Nationalitäten im Kampf gegen die Reaktion und gegen jeden bürgerlichen Nationalismus. Nicht die Nationen voneinander zu trennen ist unsere Aufgabe, sondern die Arbeiter aller Nationen zusammenzuschließen.“ [2]

 

Doch Marx und Lenin kritisierten Rassismus und Nationalismus nicht als Selbstzweck. Diese Kritik war für sie Voraussetzung für den Kampf um reales „Glück“ der bisher unterdrückten und ausgebeuteten Massen, für eine „kommunistische Sittlichkeit“. So schrieb Marx: „Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusion über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusion bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertals, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ [3]

 

Und Lenin schrieb über die kommunistische Moral: „Jede solche Sittlichkeit, die von einem übernatürlich klassenlosen Begriff abgeleitet wird, lehnen wir ab. ...  Wir sagen, dass unsere Sittlichkeit völlig den Interessen des proletarischen Klassenkampfs untergeordnet ist. Unser Sittlichkeit ist von den Interessen des proletarischen Klassenkampf abgeleitet ... die kommunistische Sittlichkeit ist jene Tätigkeit, die diesem Kampf dient und die Werktätigen zusammenschließt gegen jede Ausbeutung, gegen jedes Kleineigentum ... Die Sittlichkeit ist dazu da, die menschliche Gesellschaft emporzuheben und sie von der Ausbeutung der Arbeit zu befreien.“ [4]

 

Eine Spenderin schrieb: „Beide Namensgeber der MLPD in Horst vereint – Gib Antikommunismus keine Chance!“ Und natürlich freuen wir uns auch über (sehr üppige) Spenden mit Kommentaren wie „Egal wie schlecht du kochst, Karl Marx ...“.

 

Jede Spende für die Lenin-Statue (hier fehlen noch gut 400 € zum  Spendenziel von 15 000 €) [5] sowie für das Marx-Denkmal [6] sind eine Kampfansage gegen die antikommunisiche Verfälschung von Marx und Lenin. Und ein Beitrag zur sichtbaren Würdigung dieser Vorkämpfer einer glücklichen befreiten kommunistischen Zukunft!

 

[5]www.betterplace.org/de/projects/77811-welcome-to-lenin

[6]www.betterplace.org/de/projects/p82846

 

 

[1] Rede „Über die Pogromhetze gegen die Juden“ 1919, Lenin Werke Bd. 29, S. 239 f.

gegen die Juden“ 1919, Lenin Werke Bd. 29, S. 239 f.

[2]„Noch einmal über die Trennung des Schulwesens nach Nationalitäten“; Lenin-Werke Bd. 19, S. 544 f.

[3]„Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“. Marx-Engels-Werke Band 1, S. 379

[4]„Die Aufgaben der Jugendverbände“,  Lenin Werke, Bd. 31. S. 280 ff.

 

[5]www.betterplace.org/de/projects/77811-welcome-to-lenin

[6]www.betterplace.org/de/projects/p82846