Deutsche Bahn

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GDL: Verluste nicht nur Corona-bedingt

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer kritisiert den "Masterplan Schienenverkehr" der Deutschen Bahn. Die virenbedingten Betriebsverluste machen, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky, nicht einmal die Hälfte des Milliardendefizits aus. Eine Finanzspritze der Bundesregierung bewirke nicht viel, wenn nicht Grundprobleme angegangen werden. Seit Jahrzehnten wurden Gleise stillgelegt, Bahnhöfe und Güterverkehrsstellen geschlossen und die Brücken sind marode. Außerdem arbeite die DB Netz AG weitgehend mit einer Leit- und Sicherungstechnik der 1950er Jahre. Anstatt viel Geld in Leuchtturmprojekte wie die automatische S-Bahn in Hamburg und Milliarden für Höchstgeschwindigkeitsstrecken zu versenken, fordert die GDL den konsequenten Ausbau des Schienennetzes für den Güter- und den Personenverkehr.