MAN

MAN

Kampf um jeden Arbeits-und Ausbildungsplatz!

Am morgigen Dienstag findet in Augsburg um 11.55 Uhr eine Kundgebung der IG Metall gegen die angedrohte Vernichtung von 1.800 Arbeitsplätzen bei MAN Augsburg statt. Die MLPD hat dazu ein Flugblatt veröffentlicht.

Von MLPD Augsburg
Kampf um jeden Arbeits-und Ausbildungsplatz!

MAN Energy Solutions will bis zu 3.950 Arbeitsplätze vernichten, von insgesamt noch 14.000 Beschäftigten. Das ist fast jeder dritte Arbeitsplatz. In Augsburg sollen es 1.800 von etwa 4.000 Stellen sein, das ist fast jeder 2. Arbeitsplatz. Darunter werden sicher auch viele Ausbildungsplätze sein. Wie es mit den ausgelernten Azubis weitergeht, ist auch noch nicht klar. Auf jeden Fall ist es ein Schlag ins Gesicht für die Zukunft der Jugend. Nach der angekündigten Vernichtung von 1.000 Arbeitsplätzen bei Premium Aerotec in Augsburg, jetzt der nächste Hammer gegen die Beschäftigten in Augsburg.

 

Und auch im ganzen VW-Konzern sind über 40.000 Arbeitsplätze auf der Abschussliste: 20.000 bei der Kernmarke, 9.500 bei Audi, 6.000 beim LKW-Bauer MAN, und 5.000 bei VW-Nutzfahrzeuge in Hannover. Und ausgerechnet dieser VW-Konzern soll der Rettungsanker sein? Die Corona-Krise hat das nicht verursacht, wie die Geschäftsführung behauptet! Corona hat die bereits Mitte 2018 begonnene Weltwirtschaftskrise enorm verschärft! Die gesetzmäßige, grenzenlose Gier nach Maximalprofit ist die Ursache dieser Krise. Die dafür nötige ständige Ausdehnung der Produktion kommt in Widerspruch zu den begrenzten Märkten. Die einzige Lösung in diesem Wirtschaftssystem ist, durch Kapitalvernichtung dieses Missverhältnis zu „bereinigen“.

 

Massenhafte Arbeitsplatzvernichtung, eine enorme Zahl von Insolvenzen, die noch auf uns zukommt, Schließung ganzer Fabriken wie vor kurzem Voith in Sonthofen ist ihre arbeiterfeindliche Antwort. Was interessiert sie dabei unsere Interessen, unser Arbeitsplatz, unsere Familien? Ihr Gewinn und die Dividende müssen stimmen. Das ist das oberste Prinzip im Kapitalismus. Ihr Dilemma dabei ist, dass notwendige Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einer wirtschaftlichen Belebung entgegenstehen. Es ist zu erwarten, dass sich die Corona-Krise und die Weltwirtschafts- und Finanzkrise gegenseitig hochschaukeln und sich eine gesamtgesellschaftliche Krise des imperialistischen Weltsystems herausbildet.

 

Mit ihrem Billionen schweren Krisenprogramm werden vor allem die Monopole gestärkt, während die Bevölkerung mit Brosamen abgespeist wird, und auch nur deswegen, um sie still zu halten. Mit ihrer Losung „Gemeinsam aus der Krise“ soll uns vorgetäuscht werden, dass es hier Gemeinsamkeiten gäbe. Welchen Vorteil haben wir allerdings von dem Konkurrenzkampf des internationalen Finanzkapitals? Diese Konkurrenz wird doch auf dem Rücken von uns, der internationalen Arbeiterklasse, den Völkern der Welt und der Natur ausgetragen! ...

 

Wir brauchen die Solidarität vor allem für den gemeinsamen Kampf. Die MAN-Belegschaft hat hier eine gute Tradition. Gemeinsam gegen die Abwälzung der Krisenlasten im MAN-Konzern, bei VW und als ganze Arbeiterklasse. Die Voith-Kollegen in Sonthofen haben es im Mai vorgemacht und 33 Tage lang gewerkschaftlich gestreikt. Ihnen ging es vor allem um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

 

Deshalb:

  • Kampf um jeden Arbeitsplatz!
  • Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!
  • Unbefristete Übernahme aller Azubis und Leiharbeiter!
  • Für die Verpflichtung der Großbetriebe zu einer Ausbildungsquote von 10 Prozent der Beschäftigten.
  • Und weil es kein Streikrecht für den Kampf um Arbeitsplätze gibt, brauchen wir ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!

 

Wir stehen erst am Beginn der verheerenden Auswirkungen dieses ganzen Krisenchaos. ... Dieses verrottete kapitalistische System kann uns keine Zukunft bieten. Revolutionäre Veränderungen und der echte Sozialismus sind nötig. Im Sozialismus wird jede Arbeitskraft und jedes Engagement, erst recht der Jugend, benötigt!

 

Auch dein Beitrag wird heute gebraucht. Organisier dich jetzt in der MLPD und in ihrem Jugendverband Rebell. Schon Albert Einstein sagte: “Ich bin davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt, dieses Übel los zu werden, nämlich den, ein sozialistisches Wirtschaftsystem zu etablieren."