Atombombe

Atombombe

75. Jahre Hiroshima - im Zeichen des Kampfes gegen die wachsende Weltkriegsgefahr

Am 6. August 1945 warf der US-Bomber „Enola Gay“ die erste Atombombe auf die Metropole Hiroshima in Japan.

Von wb
75. Jahre Hiroshima - im Zeichen des Kampfes gegen die wachsende Weltkriegsgefahr
Das Vernichtungswerk der Atombombe - Hiroshima ist vernichtet (foto: gemeinfrei)

Drei Tage nach der Bombardierung Hiroshimas fiel die zweite Atombombe auf Nagasaki. 250.000 Menschen mussten den furchtbaren Atomtod sterben, 160.000 wurden verletzt. Daran wird heute, angesichts der wachsenden Gefahr eines neuen Atom- und Weltkriegs weltweit gedacht, erinnert und protestiert.

 

„Die Temperatur im Augenblick der Atomexplosion über Hiroshima betrug … im Zentrum 55.000.000 Grad Celsius. Das ist etwa das Dreifache der Temperatur, die für das Innere der Sonne angenommen wird.“¹ Die Explosion löste eine ungeheure Druckwelle aus und entfachte Feuerstürme. Der damalige US-Präsident Harry S. Truman verteidigte dies mit den Worten: "Die Bombe hat den Zweiten Weltkrieg verkürzt und damit Tausenden jungen Amerikanern das Leben gerettet." Inzwischen hat sich auch in den USA die öffentliche Meinung verändert. „Von den 18- bis 20-jährigen Amerikanern sagt nur noch knapp die Hälfte, dass es richtig war, Hiroshima und Nagasaki zu bombardieren.“² In Deutschland ist eine Mehrheit der Menschen gegen die Stationierung von US-Atomwaffen und fast die Hälfte begrüßt den von Trump befohlenen Teilabzug von US-Truppen.

 

In einer Presseerklärung der MLPD heißt es: „Hiroshima steht für das größte Kriegsverbrechen in der Geschichte der Kriegsführung – und es war antikommunistisch motiviert. Die damals noch sozialistische Sowjetunion plante, am 8. August, Japan den Krieg zu erklären. Die Rote Armee besiegte nach dem 8. August in kurzer Zeit die Japanische Elitetruppe, die Guadong-Armee. Ohne die Atombombe hätte Japan gegenüber der Sowjetunion kapitulieren müssen. Für die USA ging es darum, die weitere Ausbreitung des Sozialismus um jeden Preis zu verhindern und die Sowjetunion zu schwächen. Nach dem Abwurf der beiden Atombomben kapitulierte die faschistische japanische Regierung gegenüber den USA, die das Land in ihre Einflusssphären einverleibten. Der US-Imperialismus hat sich bis heute nicht für das Kriegsverbrechen von Hiroshima und Nagasaki entschuldigt.“

 

Eine völlig entgegengesetzte Politik verfolgte das damals sozialistische China, das zur Entwicklung und Produktion von Kernwaffen gezwungen war. Die Regierung erklärte: „China tut es, um das nukleare Monopol der Atommächte zu brechen und die Kernwaffen abzuschaffen. .. um sich zu verteidigen und das chinesische Volk vor der Gefahr eines durch die USA begonnenen nuklearen Krieg zu schützen. … China wird niemals .. als erstes Land Kernwaffen einsetzen“.¹

 

Weiter heißt es in der Presseerklärung der MLPD: „Die allgemeine Kriegsgefahr wächst erheblich. Heute wird der Einsatz von Atomwaffen sogar wahrscheinlicher. Der faschistoide US-Präsident Donald Trump kündigt ein Abkommen zur Rüstungsbegrenzung nach dem anderen. Er plant neue Tests mit kleineren, zynisch 'taktisch' genannten Atomwaffen. Die deutsche Regierung hält seit Jahrzehnten in enger Zusammenarbeit mit den USA Kampfflugzeuge für in Deutschland stationierte Atomwaffen bereit. Russlands Präsident Wladimir Putin arbeitet ebenfalls an einer neuen Generation von Atomwaffen. Und auch das neuimperialistische China hat seine Atomwaffen aufgestockt. Heute gibt es mindestens neun Atommächte.“ Sie fügt hinzu: „Die MLPD fordert das Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen! Sofortiger Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland! Kampf jeglicher Form von Völkerhetze, Rassismus und Antikommunismus! Für Frieden und Völkerfreundschaft! Dazu unterstützen wir den Aufbau einer starken internationalen antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront.“

 

Die weltweite Friedensbewegung steht in dieser multipolaren Welt vor der Herausforderung, den Kampf gegen alle imperialistischen Kriegstreiber zu führen. Dazu muss sie entschiedener die nuklearen Aufrüstungspläne der EU angreifen. 

 

Die MLPD unterstützt den Friedenskampf und verbindet dies mit der Erkenntnis: „Dauerhafter Weltfrieden setzt voraus, dass jede Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen überwunden wird.“⁴ Angesichts der wachsenden Gefahr eines Atom- und Weltkrieges kommt dem Antikriegstag am 1. September 2020 eine gewachsene Bedeutung bei.