Frankfurt am Main

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Aufsehenerregende Montagsdemo an der Hauptwache geißelt Abschiebungen

Am vergagenene Montag waren an der Frankfurter Hauptwache rund 50 Demonstrantinnen und Demonstranten versammelt und hatten auf dem ungemein belebten Platz Zuhörer in dreistelliger Zahl.

Korrespondenz aus Darmstadt

Es ging diesmal um den Schwerpunkt: „Abschiebung bedeutet für viele den Tod“. Extra zu dieser Demo waren junge pakistanische Freunde vom Verein Hum Hain Pakistan (etwa: Wir sind Pakistaner) aus mehreren süddeutschen Städten angereist, in einem Fall sogar aus einer Stadt an der Schweizer Grenze. Das zeigt, wie sehr die Situation brennt. In ihrem Herkunftsland Pakistan, das die Bundesregierung als „sicheres Herkunftsland“ definiert hat, herrscht vielfach Polizeigewalt, Perspektiv- und Arbeitslosigkeit. Der Einmarsch indischer Truppen in der Region Kaschmir ist verbunden mit seit einem Jahr gekappten Telefon- und Internetverbindungen, geschlossenen Kliniken. Der Einmarsch missachtet den Sonderstatus, welcher der Region von der UNO zugesichert war.

 

Einer unserer Ur-Frankfurter, der die pakistanischen Freunde neulich noch etwas rauh begrüßt hatte - „Wer seid ihr denn?“ - bestätigte, dass es bei Geflüchteten um existenzielle Nöte und kämpferischen Elan geht: Früher in seinem Betrieb gab es eine Unmenge an Aktivitäten der Ausbildung und politischen Diskussionen mit jungen Geflüchteten – und es ist immer gut gelaufen.

 

Ein junger Freund pakistanischer Herkunft sagte: „Die Gründe für die Flucht sind Wirtschaftskrisen, Umweltzerstörung, Krieg, Unterdrückung, Hunger und Elend. Diese Krisen entstehen nicht, weil die Menschen dort es nicht besser können, sondern diese Krisen entstehen durch die Ausbeutung der ärmeren Länder durch die reichen Länder im Kapitalismus.