Karl Marx

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Der „Neger“ Lafargue

Aufgrund des Artikels auf "Rote Fahne News" zum Thema ¹ habe ich mal bei "Wikipedia" nachgesehen, was dort über Paul Lafargue steht.

Korrespondenz aus Essen

Und ich war außerordentlich überrascht. Demnach kann Lafargue selbst mit Marx' Worten über ihn, die für uns heute so rassistisch klingen, eigentlich kein Problem gehabt haben.

 

Da heißt es nämlich: Auf sozialistischen Kongressen wurde Lafargue nach seiner Abstammung gefragt. Bernstein schrieb: „Das Bewußtsein, daß er zum Teil von Angehörigen unterdrückter … Rassen abstammte, scheint schon früh sein Denken beeinflußt zu haben.“

 

Auf Fragen nach seiner Abstammung ist der Ausspruch überliefert, er sei stolz, von „Negern“ abzustammen. Schon zu Beginn seiner politischen Aktivitäten setzte er sich gegen rassistische und antifeministische Angriffe seiner Genossen zur Wehr. So hieß es in einem mit „Paul Lafargue, Mulatte“ unterzeichnetem Artikel: „Sie schleudern uns als Beleidigung die Bezeichnung homme de couleur ins Gesicht. Es ist unsere Aufgabe als revolutionäre Mulatten, diese Bezeichnung aufzunehmen und sich ihrer würdig zu erweisen. Radikale in Amerika, macht Mulatte zu eurem Sammelruf! … Er bezeichnet Elend, Unterdrückung, Haß. Wißt ihr etwas Schöneres?“

 

Dem französischen Wikipedia-Beitrag über Lafargue ist dieser Aspekt interessanterweise keine Zeile wert. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass an der herrschenden Klasse Frankreichs viel haitianisches Blut klebt (Lafargues Mutter musste aus Haiti flüchten).