Eisenach

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Prozess gegen Kündigung aus antikommunistischen Motiven

Anfang des Jahres hatte Fresenius Kabi in Mihla eine fristlose Kündigung gegen Ilka May ausgesprochen, zunächst ohne Angabe von Gründen.

Von Solidaritätskreis gegen die politische Kündigung von Ilka May

Ilka May hat mit Unterstützung der Gewerkschaft eine Kündigungsschutzklage eingereicht, die jetzt am 13. August, um 10.45 Uhr, im Amtsgericht Eisenach am Theaterplatz verhandelt wird.

 

Im Vorfeld der Verhandlung wurden die wahren Kündigungsgründe der Unternehmerseite deutlich: Man will offenbar eine kämpferische und politisch engagierte Kollegin loswerden. In der Klageerwiderung wird Ilka May allen Ernstes vorgeworfen, dass sie sich in einer Abschiedsmail an Kollegen gewandt hat, in der sie den Umgang mit ihrer Person kritisierte und über die Kündigung informierte.

 

Die Vorwürfe, die weltweit von Gewerkschaften gegen den „Gesundheitskonzern“ Fresenius erhoben werden, sind keine Erfindung von Ilka May. Ein internationales Gewerkschaftsnetzwerk aus 21 Gewerkschaften einschließlich ver.di in Deutschland klagt an: „Der multinationale Gesundheitskonzern tritt Grundrechte mit Füßen, weltweit stehen Beschäftigte unter Druck, werden massiv eingeschüchtert.“

 

Ilka May ist aktiv im Eisenacher Aufbruch, bei der Montagsdemo, in der Umweltbewegung und sie hat auch in der Vergangenheit für die Internationalistische Liste bei Wahlen kandidiert. Deshalb sieht der Solidaritätskreis bei der Kündigung auch antikommunistische Motive, Ilka May wegen ihrer politischen Überzeugung zu kündigen. Man darf gespannt sein, ob das Gericht einen Konzern in Schutz nimmt, der Kritiker aus Angst vor Kritik kündigt.