Gesprächsrunde von "Essen steht AUF"

Gesprächsrunde von "Essen steht AUF"

Marienhospital und St. Vincenz-Krankenhaus müssen erhalten bleiben!

Bodo Urbat vom überparteilichen Kommunalwahlbündnis Essen steht AUF hat den folgenden Artikel auf dem „Lokalkompass“ veröffentlicht:

Von Bodo Urbat
Marienhospital und St. Vincenz-Krankenhaus müssen erhalten bleiben!
Protestkundgebung gegen Klinik-Schließungen am 13.07.20 auf dem Burgplatz (foto: Bodo Urbat)

Ende Juni gab die katholische Contilia-Gruppe ihre neuen Pläne bekannt, das Marienhospital in Altenessen und das Krankenhaus St. Vincenz in Stoppenberg zu schließen. Die klinische Nahversorgung für rund 160.000 Einwohner der Stadtbezirke IV, V und VI bzw. die 200.000 Einwohner nördlich der A40 würde damit einschneidend verschlechtert. Dagegen regte sich sofort breiter Protest. Auf zwei Protestkundgebungen wurde das deutlich. Deutlich wird auch ein Ringen darum, mit welchen Forderungen und Mitteln um den Erhalt der Kliniken gekämpft werden soll. OB Kufen gibt den großen Kämpfer, der vor allem mit Runden Tischen und auf parlamentarischem Weg die Contilia zur Änderung ihrer Pläne zwingen will. Auf unserer Gesprächsrunde wollen wir über die Hintergründe für die Contilia-Pläne sprechen, aber auch über wirksame Kampfschritte, um diese Pläne zu Fall zu bringen.

 

Die geplante Schließung von Marienhospital und St. Vincenz-Krankenhaus ist offensichtlich politisch gewollt. Das zeigt nicht nur die Zurückweisung des Kaufangebots der Beteiligungsfirma Warburg Pincus. Das zeigt vor allem das seit 30 Jahren andauernde Krankenhaus-Sterben. Seit der Wiedervereinigung wurden bereits 20 Prozent aller Krankenhäuser geschlossen und es entstanden große private Klinikkonzerne, denen es ausschließlich um Rendite geht. …

Deshalb fordert „Essen steht AUF“:

  • Es darf keine weiteren Klinikschließungen geben – weder in Essen noch anderswo!
  • Das Fallpauschalen-System muss abgeschafft werden, ebenso die finanzielle Förderung von Schließungen durch den Strukturfonds.
  • Es muss zu massive Neueinstellungen im Gesundheitswesen durchgesetzt werden und die Beschäftigten müssen wesentlich besser entlohnt werden.
  • Dafür müssen sich Beschäftigte und Bevölkerung zusammenschließen und gemeinsam kämpfen.

 

Darüber wollen wir auf unserer Gesprächsrunde diskutieren: Freitag, 7. August 2020, 19 Uhr, im Courage-Zentrum, Goldschmidtstr. 3, Essen-Ostviertel. Da die Gesprächsrunde unter Corona-Bedingungen stattfindet (bitte Mund-Nasen-Maske nicht vergessen), ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

 

Hier gibt es den kompletten Lokalkompass-Artikel!