Gelsenkirchen

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Spannende Diskussionen am Rande des Trödelmarkts

Am Rande des erfolgreich verlaufenen Trödelmarkts, der am vergangenen Samstag, 1. August, rund um die Horster Mitte und die Gelsenkirchener Lenin-Statue stattfand, kam es zu einigen interessanten Gesprächen und Diskussionen mit Marktteilnehmerinnen, Marktteilnehmern und Passanten:

lg
Spannende Diskussionen am Rande des Trödelmarkts
(rf-foto)

Ein Bergmann finde gut, dass Lenin hier steht. "Aber jeder dreht die Geschichte immer in seinem Interesse, Punkt", so seine Meinung. "Seine Theorie ist gut, eure Praxis auch, aber ob es im großen funktioniert?" fragt er sich. Stoff für weitere Diskussionen.

 

„Ich habe Lenin bisher noch nicht gesehen“, so eine Frau aus Gelsenkirchen. „Es ist gut und mutig, dass er hier steht, auch wenn ich eine andere Meinung zu ihm habe ." Drei ältere Männer aus Gelsenkirchen meinen, dass es schon richtig ist, dass Lenin hier steht. "Für uns nicht mehr, aber für die Geschicke der Jugendlichen."

 

Manche haben es auch eilig: "Da sage ich nichts dazu. Da halte ich mich raus.“ Eine andere: „Ich finde das nicht gut!" und ein Mann: „Lenin interessiert mich nicht, der war kein Deutscher." Eine Frau mit Kind fragt nur schnell im Vorbeigehen: "Wann ist denn der nächste Trödelmarkt?"

 

Eine Frau berichtet: „Ich komme aus Kroatien. Dort hatte man eine gute Meinung über Lenin. Ich gehe immer wählen, aber in Kroatien würde ich diese Richtung gehen." Sie nimmt ein weiteres Flugblatt für ihren Sohn mit. Eine ältere Frau fragt, ob die Statue nicht veraltet sei? Auf jeden Fall sei es gelungen, eine Auseinandersetzung anzuzetteln! Ein migrantischer Jugendlicher fragt nach, wer Lenin denn überhaupt sei?

 

Ein Mann im Rollstuhl empfiehlt: „Wenn die CDU eine Schutzmauer rund um Lenin bauen will, dann macht ihr den Sockel eben höher!" Zwei ältere Frauen aus Gelsenkirchen: "In echt ist er noch schöner als in der Zeitung. Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich manche so darüber aufregen. Ist doch schön angelegt."