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Bündnispolitik gegen Rechts geht anders

Am Sonnabend, den 8. August, veranstalteten Corona-Leugner eine Kundgebung und Demonstration in Hannover. Mit populistischen Phrasen versuchten sie, ihre wahren Ziele zu verschleiern und nannten ihre Kundgebung „Walk to Freedom“. Circa 200 Teilnehmer nahmen an dieser Kundgebung teil, meist ohne Mund- und Nasenschutz. Die Polizei stand bei diesen Verstößen gegen die Hygiene-Maßnahmen unbeteiligt am Rand.

Korrespondenz
Bündnispolitik gegen Rechts geht anders
Durchgesetzt! Die MLPD Hannover auf der Gegenkundgebung (rf-foto)

Ein Bündnis „Auf die Plätze“ hatte zu einer Gegenkundgebung aufgerufen. Dieser Aufruf wurde vom DGB über den „Bunt-statt-Braun“-Verteiler verschickt. Die MLPD Hannover hat sich daraufhin zu dieser Kundgebung auch mit einem Redebeitrag angemeldet.

Zu unserer Überraschung erhielten wir daraufhin eine eindeutige Absage per E-Mail mit folgendem Text:

„Nein, tut uns Leid. Die Ziele der MLPD passen nicht in unser Bündnis. Sollten auf unserer morgigen Kundgebung Fahnen, Symbole oder andere Zeichen der MLPD oder ihr nahe stehender Organisationen gezeigt werden, werden unsere Ordnerinnen und Ordner diese entfernen. Wird den Anweisungen nicht gefolgt, werden wir unverzüglich die Polizei einschalten.“

 

Wir sind trotzdem hingegangen: mit Fahnen und dem Transparent „Gib Antikommunismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus keine Chance!“. Die Kundgebung bestand nur aus circa 50 Teilnehmern, vorwiegend waren Mitglieder der Parteien „Die Piraten“ und „Die Partei“ anwesend. Einige Teilnehmer waten dann damit beschäftigt, uns zu behindern. Aber wir konnten auch gut mit Teilnehmern diskutieren.

 

Ein Teilnehmer, der den Aufruf „Gib Antikommunismus keine Chance!“ unterschrieben hatte, wurde dann massiv bedrängt, die Unterschrift wieder zurückzuziehen. Wir konnten trotzdem mehrere Unterschriften unter den Aufruf „Gib Antikommunismus keine Chance!“ und für die Kandidatur im nächsten Jahr erhalten.

 

Eine Bündnispolitik gegen rechts kann so nicht funktionieren. Es ist peinlich, wenn die Corona-Leugner und die Rechten in Hannover mehr Teilnehmer als die Gegenkundgebung mobilisieren können. Ein Aufruf per E-Mail über einen Verteiler reicht als Mobilisierung nicht aus. Und wenn die selbsternannten Führer dieses Bündnis dann noch ihre Hauptaufgabe im Bashing gegen die MLPD sehen, kann ein solches „Bündnis“ nicht erfolgreich sein. Die MLPD Hannover ist für echte Bündnisarbeit gegen Rechts immer bereit.