Esslingen

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„Tacheles“ spricht mit einem Kollegen von Eberspächer

Das folgende Interview (Auszüge) wurde „Rote Fahne News“ von der Zeitung „Tacheles“ aus Esslingen zur Verfügung gestellt, wofür wir uns bedanken:

Tacheles: Bist du optimistisch, dass ihr die Arbeitsplätze erhalten könnt?

 

Tilo (Name von der Redaktion geändert): Warum nicht, das haben andere Belegschaften auch geschafft! Mit unseren Aktionen in der Fritz-Müller-Straße und im Werk 1 haben wir der Geschäftsleitung gezeigt, dass wir für unsere Arbeitsplätze kämpfen wollen. Auf diese Aktionen können wir stolz sein. Das war genau der richtige Anfang! Im Werk 1 hat die Geschäftsleitung noch versucht, uns das Drehtor an der Pforte zu sperren. Das zeigt, welche Angst sie davor hat, dass wir jetzt ernst machen mit dem Kampf um jeden Arbeitsplatz.

 

Tacheles: Was wäre denn dein Rat, wie es weitergehen soll?

 

Tilo: Wir müssten solche Aktionen viel öfter machen! Dazu müssen aber auch noch mehr Kollegen aktiv werden. Wir müssen die IG-Metall-Vertrauensleute und das betriebliche Aktionskomitee unterstützen, die nächste Aktion vorzubereiten! Und wer noch nicht in der IG Metall ist, für den wird es jetzt höchste Zeit.

 

Tacheles: Aber ist die Werksschließung nicht schon längst beschlossene Sache?

 

Tilo: Natürlich hat die Geschäftsleitung sich entschlossen, die Produktion zu verlagern und das Werk zu schließen. Aber solche Entscheidungen kann man auch wieder rückgängig machen. Wenn wir genügend Druck auf die Geschäftsleitung machen! Noch sind sie darauf angewiesen, dass die Produktion in Esslingen weiter läuft. Durch einen Streik würden sie in Schwierigkeiten kommen. Die Kollegen von Opel in Bochum konnten durch ihren siebentägigen Streik 2004 die Werksschließung verhindern: Das Werk blieb volle zehn Jahre lang weiter bestehen! ...

 

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