Solidaritätserklärung des REBELL mit den Kämpfen des libanesischen Volkes

Solidaritätserklärung des REBELL mit den Kämpfen des libanesischen Volkes

Libanon: Hoch die Internationale Solidarität!

Seit der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut am Dienstag, den 4. August, gibt es im Libanon Massenproteste, die den Sturz des Systems fordern.

Libanon: Hoch die Internationale Solidarität!
Der von der Explosion zerstörte Hafen von Beirut (foto: Freimut Bahlo (CC BY-Sa 4.0))

Sie klagen die Regierung an, die seit Jahrzehnten in Korruption, Seilschaften und Misswirtschaft verstrickt ist. Wie skrupellos und unverantwortlich die Regierung handelt, zeigen neuste Reuters-Informationen, denen zufolge Sicherheitsexperten die Regierung bereits im Juni vor der Gefahr einer Explosion im Hafen Beiruts gewarnt haben und dabei explizit das Ammoniumnitrat erwähnt haben!¹ Diese offensichtliche Menschenverachtung ist skandalös. Völlig zu Recht lassen sich die Massen im Libanon das nicht mehr gefallen. Die kapitalistische Profitwirtschaft geht über Leichen. Das beginnen die Massen im Libanon zu begreifen. Die Sicherheitskräfte gehen teils mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vor. Der Jugendverband REBELL erklärt sich solidarisch mit den Demonstranten und verurteilt die Gewalt der Sicherheitskräfte!

 

Inzwischen musste die Regierung angesichts der geballten Proteste und der Welle des Volkszorns zurücktreten. Zu diesem Erfolg gratuliert der Jugendverband REBELL – die Massen machen die Geschichte! Wir kritisieren die Heuchelei der deutschen Bundesregierung. Scheinheilig kritisiert sie, dass „alte Machteliten“ versuchen würden, weiterhin die Fäden zu ziehen. Das Kind muss beim Namen genannt werden. Hier geht es um die größten Konzerne und Banken die im Kapitalismus alles diktieren, egal wie die Regierung konkret zusammengesetzt ist. Mit ihnen hat die Bundesregierung die ganze Zeit bestens zusammenarbeitet. Die Regierung hat den Libanon auch schon vor der Explosion in die Krise geritten und versucht, das auf die Massen abzuwälzen: Die Verschuldung des Libanon beträgt 170 Prozent des Bruttoinlandproduktes² und die Arbeitslosenquote liegt bei über 30 Prozent. Die Jugend ist besonders betroffen: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt sogar bei über 63 Prozent!³ Junge Menschen prägen deswegen auch das Bild der Proteste auf der Straße. Das libanesische Volk muss jetzt auf die eigene Kraft vertrauen. Bei den Aufräumarbeiten nach der Explosion sagte eine Frau: „Die Regierung hilft uns nicht, deswegen bauen wir das Land jetzt selber wieder auf!“ Statt in Kummer und Selbstbeschäftigung nehmen die Menschen die Probleme selbst in die Hand!

 

Im Geiste des proletarischen Internationalismus organisieren wir vom REBELL die Solidarität hier in Deutschland. Denn eine Zukunft hat die Jugend im Kapitalismus nicht! Deswegen stehen wir für den echten Sozialismus ein, in dem die Interessen von Mensch und Natur im Mittelpunkt stehen, nicht die von Profit und Macht. Das imperialistische Weltsystem läuft beschleunigt auf eine gesamtgesellschaftliche Krise zu. Die Arbeiterklasse und die Ausgebeuteten aller Länder müssen gemeinsam gegen die rückwärtsgewandten imperialistischen, neokolonialistischen Verhältnisse kämpfen! Kein fortschrittlicher Kampf darf isoliert von dem anderen sein. In der revolutionären Weltorganisation ICOR⁴ können sie sich dafür austauschen, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen. Stärkt die ICOR!

 

Die Solidaritäts- und Hilfsorganisation Solidarität International hat Kontakt zu zwei Organisationen, über die für die Betroffenen im Libanon gespendet werden kann. Diese Organisationen geben die Spenden eins zu eins weiter. Hier geht es zur Spendenaktion!