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MLPD Thüringen eröffnet neue Landesgeschäftsstelle – Parteivorsitzende Gabi Fechtner gratuliert persönlich

Die MLPD Thüringen konnte sich seit Gründung des Landesverbandes vor zweieinhalb Jahren – auch im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Landtagswahl 2019 – erheblich stärken. Zu den damals bestehenden drei Ortsgruppen sind zahlreiche hinzugekommen. In über 20 Orten in Thüringen ist die MLPD heute vertreten.

Von Landesleitung Thüringen der MLPD
MLPD Thüringen eröffnet neue Landesgeschäftsstelle – Parteivorsitzende Gabi Fechtner gratuliert persönlich
Gabi Fechtner beim Wahlkampf 2019 in Erfurt (rf-foto)

„Wir sind stolz, als Ergebnis des beschleunigten Parteiaufbaus in Thüringen eine schöne und professionelle Landesgeschäftsstelle eröffnen zu können. Damit melden wir nun auch 'offiziell' unsere neue gesellschaftliche Rolle in Thüringen an. Eingeladen sind Delegationen unserer Ortsgruppen, unsere Freunde, Sympathisanten, Bündnispartner und natürlich auch Nachbarn“, so Tassilo Timm, der Landesvorsitzende der MLPD Thüringen.

 

„Sie liegt im Erfurter Norden. Dort wohnen traditionell vor allem Arbeiter, zum Beispiel von Zalando und KNV, den beiden größten Betrieben um Erfurt, aber auch einige Migranten. Wir sind dort als Arbeiter- und internationalistische Partei also genau richtig. Besonders freuen wir uns darüber, dass die Parteivorsitzende Gabi Fechtner zur Eröffnung kommt. Sie vertritt damit auch die gesamte Partei, die uns bei diesem beschleunigten Aufbau durch Partnerschaften geholfen hat, dabei auch selbst viel gelernt hat und auch noch weiter helfen wird. Gleichzeitig ist der beschleunigte Aufbau in Thüringen ein wichtiger Beitrag zum gesamtnationalen Aufbau der MLPD“, so Tassilo Timm weiter.

 

Die Eröffnung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. In dieser komplizierten Situation brauchen die Massen Orientierung, denn sie stehen vor harten Auseinandersetzungen. So sollen beispielsweise im Zuge der weiteren Entfaltung der Weltwirtschafts- und Finanzkrise in der Thüringer Automobilindustrie etliche Arbeitsplätze vernichtet werden. Nach Angaben des Ersten Bevollmächtigten der IG Metall im Wartburgkreis, Uwe Laubach, sind bisher schon über 3000 Arbeitsplätze in der Region vernichtet worden. Verschiedene Firmen haben neben Kurzarbeit auch die Produktion von drei auf zwei Schichten reduziert und sämtliche Leiharbeiter entlassen (wie Opel und Rebo). Die Firma JD Morgan (ca. 300 Arbeitsplätze) schließt Ende September.

 

Der beschleunigte Umschlag in eine globale Umweltkatastrophe zerstört unseren Thüringer Wald. Der Thüringen-Forst rechnet in diesem Jahr mit noch größeren Waldschäden als letztes Jahr. Faschisten können sich weiter ungehindert – und geschützt von Teilen des Staatsapparats – auch in Thüringen aufbauen. In der Universitätsstadt Jena wird bereits für Studenten Geld gesammelt, die in finanzielle Not geraten sind, weil sie ihren Nebenjob verloren haben.

 

Die MLPD wird den Menschen weiter helfen, diese Fragen nicht als individuelles Problem zu betrachten, sondern sich kollektiv zu organisieren, sich gegenseitig zu helfen und zu kämpfen gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf den Rücken der Massen.


Letzten Freitag veröffentlichte der MDR einen neuen „Thüringen-Trend“. Die Parteien von Linkspartei bis CDU konnten sich durch ihr Krisenmanagement stabilisieren, so stellten sie finanzielle Hilfen für Familien, Selbständige und Kulturschaffende bereit. Verlierer sind die FDP (derzeit 4 Prozent) und die AfD, die zur Landtagswahl bei 23,4 Prozent lag, und nun auf 20 Prozent abrutscht, was auch an der antifaschistischen Arbeit des Internationalistischen Bündnisses – unter anderem im Zusammenhang mit den Protesten gegen die rechten „Corona-Spaziergänge“ liegt.

 

Mit der Herausbildung einer gesamtgesellschaftlichen Krise wird aber auch die Landesregierung ihren Ansprüchen immer weniger gerecht werden können. Arbeitsplätze und der Thüringer Wald lassen sich nicht durch Parlamentsbeschlüsse retten, sondern nur durch konsequenten Kampf gegen die Verursacher, die internationalen Monopole. „Dafür werden wir uns weiter mit den Leuten auseinandersetzen und laden jeden ein, für eine Alternative zum kapitalistischen Krisenchaos die revolutionäre Arbeiterpartei MLPD zu stärken“, so Tassilo Timm.

Gabi Fechtner verbindet ihren Besuch mit einer Reihe weiterer Aktivitäten, zu denen wir breit einladen

  • Donnerstag, 13. August, Nordhausen: 17.30 Uhr, Gesprächsrunde „Was will die MLPD?“ (Begegnungszentrum Nordhaus, Stolberger Straße 131)
  • Freitag, 14. August, Gera: 19 Uhr Veranstaltung „Gegen Antikommunismus - für eine revolutionäre sozialistische Alternative!“ (Clubzentrum COMMA, Heinrichstr. 47)
  • Samstag, 15. August, Jena: Kundgebung, 10 Uhr, am Holzmarkt: „Nein zum Kemmerich-Erlass: Keine Wahlbehinderung kleinerer Parteien!“ Hierzu wurden auch alle (demokratischen) kleineren Parteien eingeladen.
  • Samstag, 15. August,  Erfurt: 18 Uhr Festakt zur Eröffnung der Landesgeschäftsstelle, Riethstraße 1A. (Damit Abstände eingehalten werden können, findet zur Entzerrung bereits ein „Tag der offenen Tür“ am Freitag 15-18 Uhr und Samstag 16-18 Uhr statt)