Leiharbeit

Leiharbeit

Fast zwei Drittel der Leiharbeiter erhalten Niedriglohn

Der Niedriglohnanteil bei den sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten ist im Bereich der Leiharbeit mehr als dreimal so hoch wie bei den Vollzeitbeschäftigten insgesamt. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegen. Demnach arbeiteten Ende 2019 18,8 Prozent der Vollzeitbeschäftigten über alle Branchen hinweg für ein Entgelt unter der bundeseinheitlichen Schwelle des unteren Entgeltbereichs von 2267 Euro. Bei vollzeitbeschäftigten Leiharbeitskräften waren es 61,6 Prozent. Bundesweit lag der Durchschnittsverdienst bei sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigten Leiharbeitnehmern Ende 2019 bei 1.983 Euro, für Vollzeitbeschäftigte insgesamt bei 3.401 Euro. Somit erhielten vollzeitbeschäftigte Leiharbeitskräfte 1418 Euro bzw. 41,69 Prozent weniger als die Vollzeitbeschäftigten insgesamt. Am geringsten war das sogenannte Medianentgelt für Leiharbeitskräfte mit 1734 Euro im Bundesland Brandenburg.