Esslingen

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„Massive Arbeitsplatzvernichtung bundesweit!“

Der folgende Artikel erschien in der Extra-Ausgabe der „Tacheles“, die am 12. August erschienen ist (Auszüge):

Was durch Corona verschärft wird, ist in Wirklichkeit Folge der schon 2018 begonnenen Weltwirtschaftskrise. Das Kapital will in seinem Profitstreben die Produktion immer mehr ausdehnen. Aber die Märkte sind begrenzt und die Überproduktion muss durch Kapitalvernichtung mit massenhaftem Arbeitsplatzabbau bereinigt werden. Lohnunterschiede zwischen den Ländern werden zur Verlagerung und zum gegenseitigen Ausspielen der Belegschaften der Länder genutzt.

Für den Kampf gegen die Abwälzung der Krise auf uns machen wir folgende Vorschläge:

  1. Schon lange nicht waren so viele Belegschaften in der Region so massiv betroffen. Das ist auch ein Politikum, weil es die soziale Lage vieler Familien und die Kassen der Gemeinden in Bedrängnis bringt. Deshalb schlagen wir einen gemeinsamen überbetrieblichen AKTIONSTAG der Betriebe gegen die Arbeitsplatzvernichtung im Landkreis vor. Daran könnten sich viele Menschen auch aus anderen Gewerkschaften beteiligen. ...
  2. Es wäre das falsche Signal, über Verzicht und Transfergesellschaften zu verhandeln, wo sich doch die Kampfbereitschaft der betroffenen KollegInnen gerade jetzt entwickelt. ...

Die neue Lage erfordert klare und offensive Forderungen:

Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze!

Übernahme der Azubis und Leiharbeiter!

 

Vor allem die Forderung nach der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich muss jetzt auf die Tagesordnung! Als konkrete Betriebsvereinbarung - aber auch bundesweit, um die Arbeit auf mehr Menschen zu verteilen. Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!

 

Wegen des kastrierten Streikrechts in Deutschland dürfen die Gewerkschaften keinen Streik gegen Schließungen führen. Das muss letztlich selbstständig von aktiven Kolleginnen und Kollegen organisiert werden. Und es erfordert eine große Entschlossenheit und Kampfbereitschaft. Ein Argument mehr, Mitglied in der MLPD zu werden. Denn die MLPD verfügt über das, was dafür gebraucht wird: Know-How und viel Erfahrungen für solche Kämpfe.