Philippinen

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Menschenrechtsanwältinnen und -anwälte durch Plakate gebrandmarkt

Menschenrechtsanwältinnen und -anwälte, Aktivistnnen und Aktivisten, die sich für die Rechte der indigenen Lumad einsetzen, haben mit Schrecken festgestellt, dass in Davao/Mindanao an mehreren Stellen Plakate an Zäunen und Mauern aufgehängt worden sind, in denen sie als „Zerstörer von Menschenrechten“ bezeichnet werden oder als „Killer“. Die Aktivistinnen und Aktivisten gehen davon aus, dass diese Plakataktion dazu dienen soll, ihnen zu drohen und sie zum Schweigen zu bringen.

Von Deutsch-Philippinische Freunde
Menschenrechtsanwältinnen und -anwälte durch Plakate gebrandmarkt
Die verleumderischen Plakate (foto: DPF)

„Diese Kampagne soll wohl den Leuten, die uns töten wollen, einreden, dass das gerechtfertigt ist, weil wir angeblich „Killer“ sind. In der Psychologie wird so etwas als Projektion bezeichnet“, sagt Dr. Jean Lindo, Vorsitzende des Frauenverbands GABRIELA in Süd-Mindanao, deren Photo auch auf dem Plakat abgebildet war.

 

Auf den Plakaten war nicht zu erfahren, wer für sie verantwortlich ist. Es wird jedoch vermutet, dass es eine Aktion der Regierung ist, die immer wieder Aktivistinnen und Aktivisten als kommunistische Rebellen und deren Unterstützerinnen bzw. Unterstützer bezeichnet. Das Plakat war das zweite dieser Art seit Inkraftsetzung des umstrittenen Anti-Terror-Gesetzes.