Stralsund

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Thälmann-Gedenken am 18. August mit Auflagen

Zum Glück kenne ich mich in der Bürokratie und ihren Gepflogenheiten aus.

Korrespondenz aus Sassnitz
Thälmann-Gedenken am 18. August mit Auflagen
Das Ernst-Thälmann-Denkmal in Stralsund (foto: Dorkone (CC BY-SA 2.0))

Vor nunmehr mehr als zehn Wochen hatte ich eine Gedenkveranstaltung vor dem Thälmann-Denkmal in Stralsund angemeldet. Irgendwie dachte man in der Behörde: Es ist ja noch viel Zeit.

 

Nach zwei Wochen mahnte ich an, noch keine Rückmeldung bekommen zu haben. Auch hier vergingen wieder Tage, eh eine Antwort kam. Inzwischen hatte auch die Linkspartei eine Veranstaltung angemeldet, weil sie keine Kenntnis davon hatte dass diese von mir angemeldet wurde. So gab es einen Schriftwechsel der Behörde mit dieser Partei, wegen ihres "Rechtes auf Erstanmeldung": Am 17. August, um 12 Uhr, lag noch kein abschließender behördlich ausgedruckter Bescheid vor und ich rief den entsprechenden Mitarbeiter an.

 

Dieser Teilte mir mündlich mit, dass wir unsere Veranstaltung von 19 Uhr bis 21 Uhr durchführen durften. Dem widersprach ich und wir durften von 16 Uhr bis 17 Uhr den Platz nutzen. So wie jede bürokratische Gepflogenheit, kommt als „Würze“ der Pferdefuß hinterher. Beide Veranstaltungen durfen zusammengezählt nicht mehr als 50 Personen zählen.

 

Da bekomme ich ja echt Kopfschmerzen. Bei den angeblichen Gesundheitsdemos in Berlin kommen zigtausende Teilnehmer zusammen und hier, wo es auch um antifaschistische Zukunftsfragen geht, sollen zusammen nur 50 zulässig sein?