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Thüringen

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MDR-Sommerinterview mit AfD-Höcke - Faschisten raus aus den Medien!

Im Rahmen seiner jährlichen Sommerinterviews lud der MDR Thüringen der Reihe nach alle Parteichefs der Thüringer Landtagsfraktionen ein. Auf dem bequemen MDR-Sessel am letzten Dienstag zu Gast: Faschist Björn Höcke.

Von tt
MDR-Sommerinterview mit AfD-Höcke - Faschisten raus aus den Medien!
Björn Höcke ist ein Faschist und darf auch weiterhin als solcher bezeichnet werden (rf-foto)

Die MLPD bezeichnet Höcke schon länger als Faschist. Mittlerweile ist das durch ein Gerichtsurteil - erwirkt durch das Internationalistische Bündnis Eisenach - offiziell bestätigt.


Im Vorfeld hagelte es Proteste in sozialen Medien. Der Sportreporter Max Zeising schrieb mutig auf Twitter: „Als Beschäftigter des MDR bin ich überhaupt nicht einverstanden mit der Entscheidung meines Arbeitgebers, Bernd Hoecke zu interviewen.“ Der MDR verteidigte jedoch aufgrund seiner "Neutralitätspflicht" die Einladung. „Neutralität“ gegenüber Faschisten hat aller geschichtlichen Erfahrung nach zu deren Stärkung geführt. Nötig ist, klare Kante zu zeigen!

Hetze gegen Flüchtlinge

In den 35 Minuten Sendezeit nutzte Höcke jede Frage des Moderators - egal wie sie lautete - demagogisch, um seine faschistische Weltanschauung zu präsentieren. So hetzte er mehrfach gegen die "Millionen illegaler Einwanderer". Ungeklärt oder vorläufig ist der Aufenthaltsstatus vieler Flüchtlinge doch vor allem aufgrund der weitgehenden Aushöhlung des Asylrechts der letzten Jahrzehnte durch die verschiedenen Regierungen. Nicht sie leben auf Kosten der arbeitenden Menschen in Deutschland, sondern die herrschenden Monopole, gegen die man von Höcke kein Wort der Kritik hört.


Den Rücktritt des mit den Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählten Herrn Kemmerich (FDP) bedauerte er. Diese Wahl sei durch Frau Merkel "rückabgewickelt worden". Was für eine krasse Verdrehung der Wirklichkeit. Es waren die Empörung der Massen, die Zehntausenden Demonstranten und das breite antifaschistische Bewusstsein, die Kemmerich zum Rücktritt zwangen!

Von Anfang an "ans Establishment angedockt"

Die Corona-Pandemie spielte er massiv herunter: "Corona ist vorbei und wird auch nicht wiederkommen." Die täglichen Neuinfektionen in Deutschland führte er ausschließlich auf die Fehlertoleranzquote der gestiegenen Testungen zurück. Es mag sein, dass er selbst niemanden kennt, der in seinem Heimat-Dörfchen Bornhagen an Corona infiziert ist. Aber die Wirklichkeit geht über die Grenze Bornhagens und Thüringens hinaus! Weltweit über 800.000 Tote sind ein Mahnung dafür, dass Gesundheitsschutzmaßnahmen auf Kosten der Profite ausgebaut werden müssen statt sie zu leugnen.

 

Die Auflösung des faschistischen "Flügels" begründete er damit, dass "er seinen Auftrag verloren hat". Er sei notwendig im Kampf gegen Lucke ("moderater" Flügel in der AfD) gewesen, um zu "verhindern, dass die Partei zu schnell ans Establishment andockt". Ans Establishment ist die AfD von Anfang an "angedockt". Die Auflösung rührt eher daher, dass der faschistische "Flügel" mehr und mehr dem Versuch von Teilen der AfD-Führung entgegenstand, dem Faschismus mit dem Auftreten als "biedere" bürgerliche Kraft den Weg zu bereiten. Das Auftreten offener Faschisten wie Höcke und Kalbitz kommt bei den Massen nicht gut an und ist auch ein Grund für ihre sinkenden Umfragewerte.

Ablenkung vom reaktionären Kern

Demagogisch versprach Höcke, sich für eine höhere staatliche Rente einzusetzen. Dabei ist es gerade die AfD, die im Interesse der Monopole die Rentenversicherung vollständig privatisieren will, was auf entschiedenen Widerspruch unter den Massen trifft. Mit sozialen Versprechen und Zugeständnissen soll vom reaktionären Kern abgelenkt werden.


Sein reaktionäres Wesen kommt in seinem Aufruf für die ultrarechte "Hygiene"-Demonstration kommenden Samstag in Berlin zum Ausdruck, wo er in einer Reihe mit faschistischen Organisationen wie NPD und III. Weg steht. "Solange sie sich an das Demonstrationsrecht halten", sei alles in Ordnung. Wer sich nicht mal an die selbstverständlichsten Corona-Schutzmaßnahmen hält, verstößt nicht nur gegen derzeit notwendige gesetzliche Bestimmungen, sondern auch gegen jede Rücksichtnahme auf andere, um deren Leben und Gesundheit nicht zu gefährden.

"Verteidiger der Demokratie?"

Im Interview sprach er sich für Volksentscheide auf Bundesebene aus, wodurch "Parteien weniger wichtig würden". Er spielt sich insgesamt auffällig als Verteidiger der Demokratie auf. In allen Ländern, in denen Faschisten oder ultrareaktionäre Politiker an der Regierungsspitze sind, werden demokratische Rechte und Freiheiten eingeschränkt und wird brutal gegen rebellierende Massen vorgegangen. Kritischen Journalisten hatte er in der Vergangenheit immer wieder gedroht, „dass er in diesem Land mal ein wichtiger Mann werden könnte“.


Höckes Auftritt zeigt die Notwendigkeit des aktiven Kampfs gegen die Rechtsentwicklung in der Gesellschaft - auch und gerade in den Medien. Faschisten raus aus den Medien! Während sich Höcke ausgiebig darstellen darf, werden kapitalismuskritische Kräfte und vor allem die MLPD weitgehend von den Medien unterdrückt und zensiert. Freier Zugang zu den Massenmedien für Marxisten-Leninisten und alle fortschrittlichen Kräfte!