Bergarbeiter

Bergarbeiter

Seit 17. August werden auch alle Kali-Minen in Belarus bestreikt

Die Bergarbeiter fordern freie Wahlen und den Rücktritt von Präsident Lukaschenko. Sie trotzen auch den neuen Verschärfungen durch das diktatorische System.

Von dj

Am 19. richtete sich die Gegenkandidatin Swetlana Tichanowskaja mit einer Videobotschaft an die Streikenden im ganzen Land, sie sollten durchhalten und nicht nachgeben. Tatsächlich hat sie sich jedoch inzwischen klar für den westlichen Imperialismus positioniert. Unmittelbar vor dem EU-Gipfel zu Belarus rief sie diesen dazu auf, die Protestbewegung durch Nichtanerkennung der Wahl Lukaschenkos zu unterstützen.


Während die EU nicht aufhört, davon zu reden, dass Belarus seinen eigenen Weg finden müsse, nimmt sie in Wirklichkeit massiv Einfluss auf die Opposition. Unter anderem über TV-Kanäle aus Polen wie den Kanal Nexta („Jemand“). Auch der TV-Sender Belsat und die Menschenrechtsallianz Charta'97 agieren aus Polen. Letztere mit Geld aus den Niederlanden und vom US-Milliardär George Soros, der wie schon in der Ukraine und in Georgien auf diese Weise versucht, auf die Massenbewegung Einfluss zu nehmen.

 

Wenn die Süddeutsche Zeitung vom 19. August vom „Systemkonflikt“ in Belarus spricht, ist das Augenwischerei. Beide, sowohl Russland als auch EU oder USA sind imperialistische Großmächte und verfolgen das, das Land unter ihrer Vorherrschaft zu halten beziehungsweise selbst vorherrschenden Einfluss zu erlangen.


Der berechtigte Kampf der Massen in Belarus muss einen selbständigen Weg gehen. Dazu gilt es festzuhalten am berechtigten Ziel des Sturzes des Diktators Lukaschenko und des Kampfs für Demokratie und Freiheit. Es erfordert aber auch, die Organisiertheit der Massen in antiimperialistischen Organisations- und Bündnisformen voranbringen und eine starke marxistisch-lenistische Partei aufzubauen. Daran arbeiten Kräfte wie die ICOR-Organisation "Roter Keil".