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DGB-Kundgebung und Demonstration am Antikriegstag

Etwa 300 Menschen sind in Stuttgart beim Mahnmal für die Opfer des Faschismus an diesem Antikriegstag zur DGB-Kundgebung zusammengekommen.

Korrespondenz
DGB-Kundgebung und Demonstration am Antikriegstag
Antikriegstagsdemonstration am 1. September 2020 in Stuttgart (rf-foto)

In den verschiedenen Ansprachen wurde die Aufrüstung der Bundeswehr und der Waffenexport Deutschlands angeprangert.

 

Erst bei der anschließenden Demonstration wurde deutlich, dass heute die Gefahr eines 3. Weltkriegs droht. Ursache ist die sich immer weiter verschärfende imperialistische Konkurrenz, so Julia Scheller, Landesvorsitzende der MLPD Baden-Württemberg, in ihren Kurzansprachen. Zur Demonstration hatte ein Bündnis aufgerufen von ADHF, ATIF, Bir-Kar, Courage, Deutsch-Iranische Freundschaftsgruppe, MLPD, Solidarität International, Umweltgewerkschaft, Internationalistisches Bündnis. An die hundert Menschen haben mitdemonstriert.

 

Die Demonstration wurde am Schlossplatz mit einer Ansprache des Internationalistischen Bündnisses beendet. Da hieß es: „Der imperialistische Konkurrenzkampf wird nicht nur politisch oder ökonomisch geführt, sondern wird gesetzmäßig in militärischer Gewalt enden, das hat uns die Geschichte gelehrt. Das einzige Hindernis ist der Friedenswille der Massen, ist ihr aktiver Widerstand gegen Krieg und vermehrt auch seine Ursachen, ist ihr Drang nach einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. ... Macht mit, aktiv und gemeinsam für den Aufbau der Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg – beseitigen wir die Wurzeln der Kriege.“

 

Bei der Werbung für Kundgebung und Demonstration im Gespräch mit jungen Menschen zeigte sich, wie sie eindeutig gegen Krieg sind, aber die wachsende konkrete Kriegsgefahr und die Herausforderung für die Verteidigung des Weltfriedens noch nicht erkennen. So lässt sich auch erklären, dass an Kundgebung und Demonstration nicht sehr viele Jugendliche teilgenommen haben.