Nordhausen

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Kampf um jeden Arbeitsplatz in der Metall-Industrie Nordthüringens

Scheinbar zufällig überschlagen sich gerade die Krisenmeldungen aus der Metallindustrie in Nord-Thüringen. Die MLPD Nordhausen hat zum Kampf um jeden Arbeitsplatz ein aktuelles Flugblatt herausgegeben.

MLPD Nordhausen
Kampf um jeden Arbeitsplatz in der Metall-Industrie Nordthüringens
Eaton hat die Schließung des Werks für Ende 2020 angekündigt
  • NORMA-Verbindungselemente in Gerbershausen/Eichsfeld will seine Fabrik mit 160 bis 180 Beschäftigten schließen, um die Produktion nach Tschechien zu verlagern.
  • EATON Nordhausen hat die Schließung des Werkes mit ca. 200 Arbeiterinnen und Arbeitern für Ende 2020 angekündigt, um die Produktion nach Polen zu verlagern.
  • CONTI Mühlhausen gibt bekannt, die Fabrik bis Mitte 2022 mit ca. 200 Beschäftigten zu schließen.

Zum Kapitalismus gehören Krisen wie das Amen zur Kirche

Was wie Zufall aussieht, hat in Wirklichkeit System. Dieses System heißt Kapitalismus. Und zum Kapitalismus gehören Krisen wie das Amen zur Kirche. Diese Maßnahmen sind Auswirkungen der tiefsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise seit den 1920er Jahren. Diese steht in enger Verbindung mit einer Strukturkrise auf der Grundlage der Einführung der E-Mobilität sowie durch die Neuorganisation der internationalen Produktion zum Zweck der Profitmaximierung. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, kam dann im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie noch verschärfend hinzu. Warum sollen die Arbeiterinnen und Arbeiter, die den ganzen Reichtum und alle Werte erschaffen, nun die Abwälzung der Krisenlasten auf ihren Rücken hinnehmen, während die Reichen immer reicher werden?

30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!

Der Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz und für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist das Gebot der Stunde. Manche Kollegen denken: „Bringt nix, die machen doch eh, was sie wollen“. Ja, wenn wir sie in Ruhe lassen, machen sie, was sie wollen. Der Kampf der Opelaner in Bochum konnte die Schließung des Werkes immerhin um 10 Jahre aufschieben. Andere denken: „So ist es halt mit den amerikanischen Heuschrecken“. Weit gefehlt: NORMA und CONTI sind „deutsche Heuschrecken“, kein Stück besser: CONTI plant, 17.000 Arbeitsplätze in den ausländischen Werken seines Konzerns zu streichen.

Kapitalismus ist Krise - Wir sind der Fortschritt!

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Wer kämpft, bekommt Solidarität!

Um diese Forderungen durchzusetzen, müssen wir die gesamte gewerkschaftliche Kampfkraft in die Waagschale werfen, die Gewerkschaften zu Kampforganisationen machen. Drei zeitgleiche "Großbaustellen" mit NORMA, EATON und CON­TI sind für eine Ortsverwaltung der IG Metall wie Nordhausen natürlich eine enome Herausfor­derung. Aber das bietet auch die Chance, die Kräfte zu vervielfachen: Alle Mitgliedsgewerkschaften des DGB sind nun aufgefordert, die gemeinsamen Kräfte für den Kampf um jeden Arbeits- und Aus­bildungsplatz zu bündeln und gegen die Schließung dieser Werke zu mobilisieren. ...

 

Das komplette Flugblatt der MLPD Nordhausen