Tarifrunde Öffentlicher Dienst

Tarifrunde Öffentlicher Dienst

ver.di kritisiert Lohnangebot

Nach dem Ende der ersten Runde in den Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen kritisiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): "Sie (die 'Arbeitgeber') jammern über eine angeblich angespannte Kassenlage bis 2023 und streben eine lange Laufzeit für einen Tarifvertrag an", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Dienstag in Potsdam.

ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sollen an einem eigenen Verhandlungstisch im Rahmen der Tarifrunde eingebracht werden.

 

Das Tarifergebnis soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie auf Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden. ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam für GdP, GEW, IG BAU und dbb beamtenbund und tarifunion.

 

"Die 'Heldinnen und Helden des Alltags' vom Frühjahr dieses Jahres sind kampfbereit", so der Rote Fahne News-Artikel "Tarifrunden im Zeichen des Kampfs gegen die Abwälzung der Krisenlasten" vom 31. August. "Sie wollen für die sich vertiefende Haushaltskrise der Kommunen nicht auf ihre berechtigten Forderungen verzichten, während Bundesregierung und Landesregierung den Monopolen Milliardensubventionen - auch auf Kosten der Kommunen - zuschustern."