Airbus-Aktionstag Hamburg

Airbus-Aktionstag Hamburg

„Das kann erst der Anfang sein!“

200 Kollegen kamen am 8. September, um 10 Uhr zur IG-Metall-Kundgebung gegen Arbeitsplatzvernichtung vor dem Haupttor von Airbus zusammen. Unter Beifall startete gleichzeitig ein Autokorso von 400 Kollegen mit IG-Metall-Fahnen über die Hauptstraße zum Westtor.

Korrespondenz
„Das kann erst der Anfang sein!“
(Bild vom Aktionstag (rf-foto)

Die Airbus-Kollegen waren stolz auf die Aktion, aber auch schnell mit uns einig, dass das nur der Anfang von weitergehenden Aktionen sein kann. Ein Gewerkschaftsredner prangerte an, dass der Airbus-Vorstand ausdrücklich nicht auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten will und 2021 nur noch die Hälfte der bisherigen Ausbildungsplätze anbieten will.

 

Bei Schichtende kam auch deutliche Kritik: „Ich durfte nicht mitmachen, obwohl ich mich gemeldet hatte.“ - „Was war denn genau los? Bei uns war der Betriebsrat über die Corona-Monate nicht mehr zu sehen!“ Ein anderer Kollege: „Es hätten alle aus den Hallen rauskommen sollen, sich dann im Werk versammeln sollen.“ Er fotografierte wie andere das Transparent von MLPD und REBELL: „Kampf um jeden Ausbildungs- und Arbeitsplatz! Bei Airbus, Daimler, VW, MAN... und überall. Auf Kosten der Profite, nicht der Arbeiter/Innen.“

 

Das forderte die Kollegen heraus: „30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wäre gut, vielleicht könnten wir bei Airbus den Vorreiter spielen, aber wie sollen wir kämpfen? - Ich hoffe auf eine gute Lösung.“

 

Die Profite steigen, während allein 15.000 Stamm-Arbeitsplätze vernichtet werden sollen - bei gleichzeitiger Überausbeutung der verbleibenden Arbeitskräfte. Die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, auf Kosten der Profite, würde allein im Airbus-Konzern 30.000 Arbeitsplätze schaffen bzw. erhalten. Wir können auf keinen Arbeitsplatz verzichten, im Interesse der Jugend, auch wenn mit Altersteilzeitregelungen dafür geworben wird.

 

Das waren treffende Argumente gegen die Airbus-Losung „Gemeinsam aus der Krise!“ Es ging auch um gesellschaftliche Alternativen: Im Sozialismus wäre es kein Problem, dass weniger Flugzeuge gebaut werden, weil der Bedarf gedeckt ist – dann würden wir Arbeiter die Arbeitszeit verkürzen zugunsten anderer Tätigkeiten, die die Gesellschaft benötigt.