Marokko

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Flugpilotenvereinigung stimmt für Streik!

Die marokkanische staatliche Fluggesellschaft Royal Air Maroc (RAM) befindet sich in einer schweren Krise.

Unmittelbarer Auslöser ist die Corona-Krise. Zur Bewältigung hat die marokkanische Regierung daher die bisherigen strengen Kriterien zur Einreise nach Marokko unter Pandemiebedingungen gelockert. Doch der Rückgang des Reiseverkehrs wird dadurch nicht kompensiert und viele Menschen sind zu Recht zurückhaltend in Bezug auf Reisen.

 

Um den Einbruch der Airline-Aufträge auszugleichen, stützt Marokkos Regierung die RAM nun mit 550 Mio. Euro bedingungslos, obwohl die RAM gleichzeitig die Entlassung von 30 Prozent der Belegschaft angekündigt hat. 180 Pilotinnen und Piloten, 500 Flugbegleiterinnen und -begleiter sowie Bodenpersonal sind betroffen. Hier sieht man, genau wie bei Lufthansa Deutschland, wo die Prioritäten der Regierungen liegen!

 

Dagegen stimmten Anfang September 80 Prozent der Mitglieder der marokkanischen Flugpilotenvereinigung AMPL in einer Urabstimmung einem Streik gegen diese Entlassungen bei Royal Air Maroc zu. Außerdem wurden weitere drei weitere Fragestellungen mit „ja“ beantwortet: Nämlich das Tragen einer Armbinde während der Pandemie, gemeinsame Maßnahmen gegenüber den Medien und das schriftliche Anprangern des Rückgangs des Flugsicherheitsniveaus“.

 

Die Anliegen und Ziele dieser Urabstimmung sind unbedingt zu unterstützen und verdeutlichen die gemeinsamen Interessen von Beschäftigten der Airline und Fluggästen aus dem In- und Ausland entgegen allen Spaltungsversuchen.